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Ist langfristiger Wetterfolg möglich?



Die Möglichkeiten, um mit Sportwetten dauerhaft Spaß zu haben, sind schier unendlich. Und gleichzeitig ist es vielen schon gelungen, dass man durchaus den ein oder anderen Gewinn abgreifen kann, auch ohne echtes Wissen über eine Sportart zu besitzen. Doch wie machen das eigentlich die Tipper, die aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht haben?

Kann man langfristig mit Sportwetten erfolgreich sein? Die Antwort ist einfacher, als die Umsetzung. Natürlich ist es möglich, mit Sportwetten seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Jedoch kann keiner der Spieler den Zufall ausschalten. Am Ende ist es immer ein Risikospiel, auf das man sich einlässt.

Deshalb gibt es neben Moneymanagement noch einige weitere Methoden, wie man das eigene Wettverhalten professionalisieren kann. Und das gelingt sogar, ohne dass das Spielen weniger Spaß macht. Denn eigentlich sind gezielte Tipps umso spannender, da man ja darauf abzielt, den Buchmachern eins auszuwischen!

Welche Möglichkeiten es gibt, effektiver zu tippen und gleichzeitig auch erfolgreicher zu spielen, wird in diesem Artikel behandelt. Natürlich darf man nie vergessen, dass alle Tipps, die man hier findet, immer vom Zufall begleitet sind. Einen “todsicheren” Trick, wie man Geld durch Sportwetten verdient, gibt es nicht. Das macht es aber eben auch so spannend!

Sind Statistiken und mathematische Grundkenntnisse für erfolgreiche Sportwetten notwendig?

Zuerst einmal eine Offenbarung: Ich war furchtbar schlecht in Mathe. Dennoch hindert es mich nicht daran, entgegen der Schulmathematik mich nun doch mehr mit Wahrscheinlichkeiten und Co. auseinanderzusetzen. Man muss kein Genie sein, um Quoten und Risiko zu verstehen sowie einschätzen zu können. Ein bisschen Nachdenken reicht schon.

Elementar ist hingegen, dass man sich mit Statistiken auseinandersetzt. Es gibt überall im Internet verschiedenste Portale, auf denen man Zahlen zu Spielen und Spielern wälzen kann. Die Frage ist: Welche sind relevant? Das muss man immer für sich individuell entscheiden. Denn jeder analysiert die Stärke eines Teams oder eines Spielers nach anderen Gesichtspunkten.

Es gibt zwar unveränderliche Wahrheiten, wie beispielsweise eine Torquote oder aber ob beispielsweise ein Tennisspieler besser auf Rasen oder in der Halle performt. Doch diese sind durch verschiedenste Erweiterungen beeinflussbar. Die Genauigkeit der Analyse kann sehr fein ablaufen, sodass man wie im Tennisbeispiel darauf achtet, wie ein Spieler gegen Links- oder Rechtshänder performt. Sie kann aber auch grob gehalten sein und sich ausschließlich auf die Weltranglistenplätze zweier Kontrahenten beziehen.

Wichtig ist, dass man sein System, mit dem man Mannschaften und Spieler analysiert, für eine Serie an Tipps beibehält. Sollte man das System nach zwei verlorenen Wetten kurzum ändern, sind die folgenden Einsätze nicht mit denen zuvor zu vergleichen. Denn man ändert die Voraussetzungen.

Wer ein Wettsystem im Nachhinein auf seinen Erfolg reflektieren will, der muss es eine gewisse Zeit lang beibehalten, um kurzweilige Schwankungen auszuschließen. Deshalb lohnt es sich, wenn man für die ersten Tests eines neuen Wettsystems erst einmal sehr kleine Beträge setzt. So geht im Negativfall nicht zu viel verloren.

Was sind Estimations?

Passend zum vorangegangenen Absatz, werfen wir nun einen Blick auf sogenanntes Estimations. Es handelt sich dabei um Bewertungskriterien, an denen man seine Wetteinsätze ausrichtet. Estimations analysieren die Informationen, die den Ausgang eines Wettkampfes beeinflussen können und versehen diese mit Prozentpunkten. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas undurchsichtig, ist aber schnell erklärt.

Nehmen wir beispielsweise das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Zwei Topteams, die direkt aufeinandertreffen, schenken sich meist nicht viel. Außerdem ist es ja ohnehin ein Derby, Messi und Ronaldo werden die entscheidenden Spieler sein. Soweit so gut. All diese Punkte beeinflussen den Ausgang des Wettkampfes. Und so auch die Wette, die man abgeben will.

Nun kommt es darauf an, dass man hierzu passende Estimations festlegt. Und zwar für jeden Wettkampf zweier Teams gleich, immer an denselben interessanten Informationen. Diese können ganz unterschiedlich sein, man sollte sie nach dem eigenen Wissensstand festlegen. Estimations für Fußballwetten können wie folgt aussehen:

  • Tabellenplatzierung der Kontrahenten
  • Starspieler
  • beste Torschützen
  • beste Vorlagengeber
  • Siegesserie
  • ganz allgemein die aktuelle Form
  • Heimvorteil
  • Fitnesszustand bzw. Verletzungen

Dadurch, dass man Prozentwerte vergeben soll, die zusammengerechnet auf 100 % kommen, ist es am besten, man dünnt die wichtigen Informationen aus. Das kann individuell für jede Begegnung geschehen – am besten ist es aber, wenn man sie einmal für eine bestimmte Anzahl an Wetten vornimmt.

Die Estimations für das Spiel Real Madrid gegen den FC Barcelona könnten dann wie folgt aussehen:

→ Heimvorteil 25 %

→ Serie 10 %

→ Starspieler 20 %

→ Verletzungen 10 %

→ Vorlagengeber 15 %

→ Historie 20 %

Nun muss man sich nur noch Gedanken machen, welches der Teams bei den jeweiligen Informationen punktet. Im Anschluss erhält man nach Verteilung der Prozente den auf dem eigenen System basierenden Favoriten. Auch hier führen wir das einmal beispielhaft durch:

Heimvorteil geht selbstverständlich an Real Madrid, denn das Spiel findet im Santiago Bernabéu statt!

Serie geht an Real Madrid, denn die Königlichen holten aus den vergangenen fünf Ligaspielen nur Siege, Barca schaffte nur drei Siege aus fünf Spielen.

Starspieler ist ohne Vorteil für eines der beiden Teams, da beide mit absoluten Topstars auftrumpfen können (also für beide 0 %).

Verletzungen geht an Real, da Iniesta bei Barca verletzt ausfällt.

Vorlagengeber geht an Barca, da die Offensive Messi, Suárez und Neymar mehr Assists aufweist diese Saison.

Historie geht an Real, da die Königlichen die letzten drei Derbys gewinnen konnten.

Das ergibt am Ende eine Wahrscheinlichkeit von 55 %, dass Real gewinnt. Zu bedenken ist, dass die Starspieler-Prozente mit 0 gewertet wurden, da beide Mannschaften in diesem Bereich sehr stark aufgestellt sind. Man hätte diesen Wert dann dennoch hinzurechnen können, stünde dann bei 75 % Wahrscheinlichkeit.

Das Beispiel der Estimations zeigt, dass es sehr entscheidend ist, wie man die Prozente verteilt. Man sollte immer dieselben Werte für jedes Spiel verwenden, da man sonst anfängt, aus einer zuvor objektiven Analyse eine subjektive Auswertung zu machen.

Wichtiger Tipp für den Einstieg: Estimations sind zu Beginn wie Regler zu sehen. Das bedeutet, dass man die angenommenen Prozente noch umverteilen kann, wenn man merkt, dass die Gewichtung keinen Sinn ergibt und zu ungenau ist. Ab einem bestimmten Punkt sollte man sich dann aber vorerst endgültig festlegen und das System auf Effektivität testen!

Was sind Down- und Upswings?

Was ein bisschen klingt, als kämen die Begriffe aus dem Boxen, hat tatsächlich einen ganz direkten Bezug zu Wetten. Als Downswings werden nämlich die Phasen bezeichnet, in denen man eine Negativsträhne hat, Upswings sind folgerichtig Glücksträhnen. Auch hier lassen sich diese Auf- und Abschwünge in den Wetterfolgen direkt mit den zuvor genannten Estimations thematisch verbinden.

Denn es kommt bei den Estimations wie bereits erwähnt darauf an, dass man sich von Rückschlägen in seinem Wettsystem nicht irritieren lässt. Gleichzeitig sollte man sich bei vollem Erfolg nicht dazu verleiten lassen, zu viel Geld in der Folge zu setzen. Es ist wichtig, sich sowohl nach unten als auch nach oben hin abzusichern.

Downswings sind Phasen, in denen man trotz rational richtiger Entscheidungen leider keine positiven Ergebnisse erreicht. Das ist mathematisch absolut normal, kann aber vor allem unerfahrene Wetter erst einmal irritieren. Da hat man sich über Stunden hinweg eine kluge Wettstrategie aufgebaut und dann gewinnt man trotzdem nichts.

Wer nun eine solche Phase von negativen Ergebnissen erleidet, dem passiert erst einmal nichts. Denn eine gute Wettstrategie plant Verluste ein – langfristig sollen die Gewinne möglich sein. Nun darf man aber aus Frust sich niemals zu eben solchen, von Emotionen gesteuerten Wetten verleiten lassen. Denn sonst durchbricht man den eigentlich auf Langfristigkeit ausgelegten Wetterfolg, verspielt wichtiges Budget und sorgt bei erneutem Nichterfolg für noch mehr Frust und Verzweiflung.

Auch Upswings können die eigentlich zuvor zurechtgelegte Wettstrategie negativ beeinflussen. Denn wer sich einmal auf einem Höhenflug befindet, der geht gerne mehr Risiko, als er normalerweise sollte. Und schnell kann es so zu ungewünschten Ergebnissen kommen.

Deshalb ist bei beiden Phasen immer eine objektive Dokumentation sinnvoll. So verfolgt man auf dem Papier, welche Erfolge und Misserfolge eintreten, kann sich immer wieder zur Kontrolle rufen. Dadurch behält man den Überblick und das Gefühl dafür, was eigentlich das langfristige Ziel sein soll: Nämlich dauerhaft Gewinn zu machen!

Wie sieht eine sinnvolle Dokumentation für langfristigen Sportwettenerfolg aus?

Wer nun sagt: “Das ist ja alles schön und gut, aber Buchführung ist nichts für mich!”, der sollte trotzdem seinen inneren Schweinehund überwinden. Denn durch die richtige Dokumentation behält man alles im Blick und bekommt das perfekte Finish zu seinen zuvor erarbeiteten Erfolgen.

Neben grundlegenden Inhalten wie die Auflistung von Gewinnen und Verlusten sollte man auch festhalten, welche Wettstrategie man verfolgt hat. Wieso setzte man auf ein Team, das am Ende doch verloren hat? Gibt es einen Trend, den man im Nachhinein erkennt, der einem jedoch während der Saison irgendwie nicht auffallen wollte? Nur durch eine übersichtliche Dokumentation lassen sich Strategie und Einsätze objektiv analysieren und reflektieren.

Die Sinnhaftigkeit der Dokumentation hat einen riesigen Mehrwert: Verbesserung! Denn nur dann, wenn man weiß, dass man etwas falsch gemacht hat, kann man auch herausfinden, was der entscheidende Fehler war. Und mit der richtigen Buchführung bekommt man innerhalb weniger Minuten die Antwort geliefert.

Zudem lassen sich zwei verschiedene Analysen an die Dokumentation anheften, mit denen man die eigene Strategie genauestens bewerten kann. Diese nennen sich Yield und ROI, sind folgend genauer beschrieben.

→ ROI, Abkürzung für Return On Invest

Der ROI wird an dem gesamten, zu Beginn zur Verfügung stehenden Wettbudget ermessen. Dieser wird mit dem Reingewinn ins Verhältnis gesetzt. Hatte man beispielsweise 1000 € Wettbudget zur Verfügung, gewinnt insgesamt 150 €, so kommt man auf einen ROI von 150 / 1000 = 15 %.

→ Yield

Der Yield wird etwas anders berechnet. Es wird wie beim ROI vom Gewinn ausgegangen, der hier mit dem insgesamt umgesetzten Wettbudget ins Verhältnis gesetzt wird. Das bedeutet, dass man beispielsweise insgesamt 2200 € umgesetzt hat, bei einem Gewinn von 150 €. Als Ergebnis erhält man einen Yield-Wert von 150 / 2200 = 6,8 %.

Dank dieser Erfolgskontrolle erhält man echte Gegenwerte, mit denen man die Strategie und auch die Saison oder Serie, auf die man gewettet hat, bewerten kann. Der Vorteil ist, dass alles an Kennzahlen zu analysieren ist, man also in puncto Langfristigkeit eine Statistik des eigenen Erfolges aufstellt. Größter Mehrwert ist, dass man alle Stellschrauben selbst beeinflussen kann – den Anpassungsideen sind keine Grenzen gesetzt.

Welches ist die beste Wettstrategie für langfristigen Wetterfolg?

Jetzt aber mal Tacheles! Nach den ganzen Punkten, wie man sich optimal vorbereitet auf den langfristigen Wetterfolg, da will man auch die optimale Wettstrategie erfahren. Ganz ehrlich? Die beste Strategie ist die, die man selbst erarbeitet. Das hat zwei entscheidende Gründe!

Der erste ist, dass es “die eine” Wettstrategie nicht gibt, mit der man auf jeden Fall Erfolg hat. Denn gäbe es diese, würde sie jeder verwenden und alle Menschen wären Millionäre. Oder auch nicht, weil die Buchmacher allesamt Pleite gehen würden. Am Ende ist es ein Geben und Nehmen – wer jedoch geschickt plant und klug tippt, der nimmt mehr, als dass er verliert.

Zum zweiten Grund: Wer sich außerordentlich gut auskennt in einer Sportart und die Liga beziehungsweise die Spiele und Wettkämpfe allesamt verfolgt, der wird immer die Trends erkennen, die den großen Wettanbietern aufgrund des riesigen Portfolios gar nicht auffallen. Beispielsweise sind Ausfälle von Schlüsselspielern, die noch nicht zu den bekannten Topakteuren in einem Team zählen, durchaus spielentscheidend. Auch ein Wechsel eines eigentlichen Leistungsträgers zu einem anderen Topverein kann immer auch eher negative als positive Auswirkungen haben.

Zum letzten Punkt ein echtes Beispiel. Pep Guardiola ist Trainer von Manchester City, verleiht den Stammkeeper Joe Hart nach Italien und kauft mit Claudio Bravo einen eigentlichen Topmann für die Position zwischen den Pfosten. Was passiert? Bravo ist der Unruhefaktor im Team, bekommt seine Leistung nicht in den Griff. Seine Pechsträhne geht soweit, dass er zwischendurch die wahrscheinlich peinlichste Statistik aushalten muss, die man so nicht erwarten konnte: In 12 Partien mit ihm als Starter im Tor war immer der erste Torschuss des Gegners im Netz!

So etwas ist nicht vorherzusehen. Und auf der anderen Seite vielleicht doch, nämlich für diejenigen, die wissen, dass die Premier League vollkommen anders funktioniert als die spanische erste Liga. Umgewöhnungen und ein Kader, der sich erst einmal finden muss – das sind Dinge, die man als erfahrener Tipper im Kopf hat und davon ausgehend seine Einsätze platzieren sollte.

Man muss ein echter Taktikfuchs werden, wenn man langfristigen Wetterfolg anstrebt. So etwas entwickelt sich und bildet sich aus. Deshalb macht es Sinn, Dinge zu testen, Strategien zu individualisieren und alles zu dokumentieren. Mit etwas Aufwand schafft man so (wenn alles gut geht) eine effektive Wettstrategie, die dauerhaft positive Umsätze möglich macht!

 



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