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Seit wann kann man auf Sport wetten?

Da setzt man auf den Sieger eines Wettkampfes und plötzlich entwickelt sich die Partie so, dass man spontan noch mehr setzen will. Dieses Szenario ist mindestens so alltäglich, wie auch historisch. Denn schon in der Antike wurde bei Wettkämpfen nicht nur auf den Ausgang eines Duells gewettet. Man konnte auch spontane Wetten platzieren. Das steigerte die Spannung und hielt die Zuschauer auf Trab!

Und das hat sich bis heute nicht geändert. Denn das Grundprinzip der Wetten, welche wohl schon bei den 23. Olympischen Spielen im Jahr 676 v. Chr. platziert werden konnten, ist bis heute gleich geblieben. Es gibt einen Buchmacher, der die Wetten annimmt. Und dann sind da noch diejenigen, die auf den Ausgang eines Wettkampfes setzen wollen. So simpel das Spielprinzip, so lukrativ seit jeher die möglichen Gewinne.

Seit wann gibt es Buchmacher?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Denn die ersten Buchmacher, die es wahrscheinlich schon in der Antike gab, sind natürlich nicht mit Namen hinterlegt. Deshalb macht es Sinn, von den großen Anbietern auszugehen, die auch heute noch als Wettplattform genutzt werden.

Die Pferdewette ist wahrscheinlich die berühmteste und gleichzeitig klassischste Wettmöglichkeit. Was früher vor allem beim Adel und wirklich wohlhabenden Kaufmännern eine Art Zeitvertreib war, ist heute für jeden zugänglich. Bereits im 19. Jahrhundert war der Anbieter Ladbrokes einer der Buchmacher bei Pferdewetten schlechthin. Im Laufe des 20. Jahrhunderts kam unter anderem auch der Anbieter William Hill auf. Dieser hat sich ebenfalls bis zum heutigen Datum halten können.

Wie hat sich der Job des Buchmachers verändert?

Was früher als Wette an einem Schalter anfing, änderte sich im Laufe der technischen Modernisierung irgendwann zur Telefonwette. Über ein bestimmtes Konto, auf das man sein “Wettgeld” einzahlt, konnte man Wetten initiieren. Via Telefon kontaktierte man seinen Buchmacher. Dieser nahm die Wetten auf und buchte den entsprechenden Wetteinsatz ab.

Der Vorteil der Telefonwette war, dass keine Übereinkunft mehr vor Ort getroffen werden musste. So konnte man von überall aus seine Wette platzieren und musste nicht mehr selbst in der Sportarena auftauchen. Die Telefonwetten genossen eine große Popularität. Einen Beweis dafür findet man in verschiedenen Hollywoodfilmen der 80er und 90er Jahre, die sich mit Sportgeschehnissen beschäftigen. Dort werden häufig via Telefon die Buchmacher kontaktiert, beispielsweise um Wetten auf Footballspiele und Co. zu platzieren.

In Österreich entwickelte sich übrigens noch eine weitere Form der Wette, die sogenannte Briefwette. Hierbei wurden in Zeitschriften Quotenblätter gedruckt. Diese konnte man ausfüllen und wiederum an die Buchmacher versenden.

Intertops ist es zu verdanken, dass die Online-Wetten “entdeckt” wurden. Denn der Anbieter war der erste, der 1996 die Sportwetten ins Internet brachten. Relativ schnell entwickelte sich der unbeschreibliche Boom, der noch bis heute anhält. Längst haben die Online-Anbieter den realen Wettbüros den Rang abgelaufen.

Wie hat sich die Sportwette verändert?

Zu Beginn waren die Wetten sehr einfach gehalten. Man konnte auf den Sieger eines Wettkampfes wetten. Dieses Prinzip wird immer noch von jedem Anbieter bereitgestellt. Es läuft unter der offiziellen Bezeichnung “1X2”.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich schnell spontane Nebenwetten, die dann auch wieder standardisiert wurden. Dazu zählen beispielsweise Wetten namens Handicap oder Over/Under. Der Sinn dahinter ist, dem Kunden ein möglichst breites und variables Wettangebot zu unterbreiten.

Mit einer der beliebtesten Trends ist die Livewette, welche die Lust an Spontanwetten tilgt. Während eines laufenden Spiels wettet man beispielsweise darauf, wer das nächste Tor erzielt. Es steht aber auch die Möglichkeit zur Wahl, auf selbst simpelste Dinge wie den nächsten Einwurf beim Fußball zu wetten.

Somit wurden die Wettmöglichkeiten vom anfänglich einfachen Prinzip stetig erweitert. Durch die Geschwindigkeit der neuen Angebote und des technischen Fortschritts sind hier noch interessante Weiterentwicklungen zu erwarten.

Seit wann gibt es Sportwetten in Deutschland?

Im Jahr 1948 wurden Sportwetten im Zuge des bayerischen Fußball-Totos erstmals erlaubt. Diese Totowette entstand 1921 in England und wurde dann auch im Jahr 1934 in Schweden zugelassen. Der Begriff “Toto” leitet sich von “totalisateur” ab. Damit bezeichnet man die amtliche Wettstelle bei Pferderennplätzen.

In der DDR wurde durch eine staatliche Verordnung die Toto-Sportwette im Jahr 1953 eingeführt. Diese konnte sich sogar gegen eine Propaganda-Maschinerie der Sowjetunion durchsetzen. Noch heute besitzen manche Wettanbieter die DDR-Lizenzierungen aus dem Jahr 1990.



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