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Was ist der Boxing Day in England?

Für die meisten ist der Boxing Day ein Fußballtag, dabei ist „Boxing Day“ die allgemeine Bezeichnung für den Feiertag in England. Der zweite Weihnachtstag wird als Boxing Day vor allem in England und den ehemaligen Kolonien Englands bezeichnet (bzw. in Ländern, die einmal zum Königreich gehörten wie Kanada und Australien).

Woher kommt der Name Boxing Day?

Ok, wie so oft bei solchen weit zurückliegenden Themen, gibt es verschieden Versionen. Die einen sagen der Name würde von „Christmas Box“ kommen, also dem Weihnachtsgeschenk. Es gibt auch eine Tradition, bei der der englische Adel an diesem Tag den Bediensteten Geschenke und einen freien Tag gaben, so dass es durchaus eine schlüssige Erklärung wäre.

Eine andere Version besagt, dass der Name vor allem mit den Wohltätigkeits-Boxen zu tun hat, die an diesem Tag vor den Kirchen aufgestellt werden um Spenden für die armen zu sammeln. Früher wurden Boxen auf Schiffen ausgestellt, in die die Seemänner ihre Spenden reinwerfen konnte als Gabe um sicher zurückzukehren. Kam man sicher nach Hause, wurde der Inhalt der Box an die Armen verteilt.

Sportreicher Tag

Kommen wir nun zu dem Thema, das uns interessiert und zwar: warum wird so viel Fußball gespielt an diesem Tag, schließlich sehen wir einen kompletten Spieltag? Am Boxing Day gibt es in England sowohl Premier League Fußball als auch Pferderennen. Beides ist vergleichbar mit American Football an Thanksgiving.

Die Familie kommt zusammen und alle sind zusammen vor dem Fernseher und da Fußball und Pferderennen eine große britische Liebe sind, ist es nur logisch die Spiele stattfinden zu lassen.

Und sonst, wie feiert man?

Wir haben hier immerhin einen Feiertag, der schon seit 1871 gefeiert wird. Und falls der Tag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, dann ist der Montag danach frei. Wie schon erwähnt, dient der Tag vor allem dem Zusammenkommen, also wird gegessen, getrunken und eben auch Sport im TV gesehen. Es gibt aber auch die verrückte Tradition des Boxing Day Dips. Dabei ziehen sich die Teilnehmer abgedrehte Kostüme an und gehen im See schwimmen.

In Südafrika wurde der Name umbenannt in „Day of Goodwill“, in Irland heißt er St. Stephen’s Day. In Kanada, Australien und Neuseeland wurde der Tag inzwischen zu einem extremen Shopping-Tag, so wie der Black Friday in den USA. Außerdem feiert man den Tag auch in Hong Kong, Belize, Jamaica, Südafrika und Uganda. Länder wie Polen, Deutschland, die skandinavischen Staaten und die Niederlande haben stattdessen einfach den „zweiten Weihnachtstag“ als Feiertag am 26. Dezember.



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