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Wie funktioniert die Over/Under Wette?

Was interessiert mich der Sieger, wenn ich doch auch einfach auf die Anzahl der Tore setzen kann? Was ein bisschen klingt wie das 7:1 von Deutschland gegen Brasilien bei der WM 2014, ist tatsächlich ein sehr lukrativer Wettmarkt. Denn bei Over/Under setzt man auf die Zahl der Tore, die in einer Begegnung fallen könnten.

Wenn man es genau nimmt, ist Over/Under damit einfacher als die 1X2 Wette. Denn man muss nicht wissen, welches Team der Favorit ist. Es reicht, die Anzahl der womöglich fallenden Tore zu tippen. Die Buchmacher geben dafür entsprechende Werte vor, die man nur noch auswählen muss.

Wie platziert man eine Over/Under Wette?

Wie bereits erwähnt stellt ein Buchmacher bestimmte Werte bereit. Man tippt bei Over/Under auf die Gesamtzahl der Tore, somit ist die mögliche Auswahl an Werten 0,5 / 1,5 /, 2,5 und so weiter. Ihr wettet also, ob die Anzahl der fallenden Tore über diesen Werten (Over) oder unterhalb (Under) liegt.

Der größte Vorteil dieser Wette ist, dass man eine Gewinnchance von 50 % hat. Denn man kann ja nur über einem Wert oder unterhalb eines Wertes liegen. Selbstverständlich sind die Quoten für Over 3,5 höher als bei Over 0,5. Dies lässt sich am folgenden Beispiel schnell erklären:

Der FC Chelsea spielt gegen einen grauen Aufsteiger. Man setzt auf Over 0,5 und Chelsea gewinnt 5:0. Damit hat man seinen Tipp gewonnen. Hätte man jedoch auf Over 3,5 oder gar 4,5 gesetzt, wäre die Wette auch gewonnen worden, man würde aber einen höheren Gewinn erhalten. Denn die Quote orientiert sich auch an dem Risiko, das man bei Over/Under geht.

Mit einem weiteren Beispiel lässt sich das Szenario noch einmal genauer erklären. Der FC Chelsea gewinnt in dem besagten Duell diesmal mit 2:1. Mit einer Wette auf Over 2,5 hätte man gewonnen. Hätte man aber seinen Einsatz auf Over 3,5 platziert, wäre das Geld verloren. Denn in der Summe sind nur 3 Tore gefallen.

Man sollte sich also merken, dass es bei Over/Under Wetten tatsächlich ausschließlich um die Gesamtzahl der Tore geht. Es ist egal, welches Team die Tore erzielt. Zudem steigt die Quote und somit auch der potenzielle Gewinn, je mehr Risiko man geht.

Lässt sich die Over/Under Wette mit anderen Wetten kombinieren?

Wer möchte, kombiniert die Over/Under Wette mit anderen Wettmärkten. Beispielsweise kann man auch bei Kombiwetten und Systemwetten auf die Gesamtzahl der Tore setzen. Bei Kombiwetten bleibt es dann wie gewohnt dabei, dass man mit allen Tipps, die man abgibt, richtig liegen muss, um den Gewinn zu erreichen.

Eine weitere Möglichkeit, die Over/Under Wette zu erweitern, bieten viele europäische Buchmacher an. Denn dort kann man die Over/Under Wette mit BTTS kombinieren, also dem Tipp, ob beide Mannschaften treffen werden.

Welche Arten von Over/Under Wetten gibt es?

Wer sich mit Statistiken sehr gut auskennt, der weiß, dass es Mannschaften gibt, die gerne einmal zur Pause zurückliegen und am Ende doch noch gewinnen. Gleiches gilt natürlich auch für solche Teams, die immer nur in einer Halbzeit ihre Tore erzielen. Wer so etwas im Blick hat, darf sich freuen. Denn Over/Under bietet genau hier interessante Wettmöglichkeiten.

So kann man nicht nur auf die Gesamtzahl der Tore setzen. Wer möchte, platziert seinen Tipp darauf, welches Team zur Halbzeit vorne oder hinten liegt. Auch kann man tippen, wie viele Tore in welcher Halbzeit fallen. Zudem besteht die Möglichkeit zu tippen, wie viele Tore eine Mannschaft in einer Halbzeit erzielen wird.

Kann man bei Over/Under wetten nur auf Fußball tippen?

Was sich in dem Artikel so anhören mag, ist selbstverständlich nicht der Fall. Nicht nur Fußball bedient den Over/Under Wettmarkt, sondern grundsätzlich sind alle Mannschaftssportarten dabei, in denen Tore erzielt werden. Beim Basketball setzt man beispielsweise auf die Punkte pro Viertel, beim Handball wird mit Vorliebe auf die Gesamtzahl der Tore nach der kompletten Spielzeit gesetzt.

Darüber hinaus kann man aber auch beim Tennis auf die Punkte innerhalb eines Satzes setzen. Selbst beim Golf ist es möglich, auf die Anzahl der Schläge zu tippen. Over/Under Wetten finden sich somit nahezu in jeder Sportart. Auch beim Boxen ist es möglich, auf die gelandeten Treffer in einer Runde seine Wette zu platzieren.

Wie viele Tore fallen durchschnittlich beim Fußball?

So eine Frage ist eigentlich schwierig zu beantworten, da es ja auf die jeweilige Saison und die Liga ankommt. Denn betrachtet man die europäischen Topligen, so fielen in der Saison 2008/2009 beispielsweise in der Bundesliga 2,92 Tore pro Spiel, in Frankreich aber nur 2,25. Interessanterweise hat sich der Wert bis heute verändert. Denn 2013 lag der durchschnittliche Wert für Tore pro Spiel in der Bundesliga bereits bei 3,16. In der Saison 2015/2016 hat sich der Wert aber wieder gesenkt und lag damals bei 2,83.

Außerdem ist zu beobachten, dass im Fußball deutlich mehr Tore in der zweiten Hälfte fallen als in der ersten Halbzeit. Das liegt vor allem daran, dass die Mannschaften in der zweiten Halbzeit meistens die taktischen Vorgaben über den Haufen werfen und volle Power spielen. Die klassische Redewendung: “Die Entscheidung suchen” zeigt, wofür mehrheitlich die Mannschaften die zweiten 45 Minuten verwenden.

Es gibt Buchmacher, die Over/Under Wetten speziell bei Großereignissen anbieten. So kann man beispielsweise darauf wetten, wie viele Tore bei einer Fußball-Weltmeisterschaft fallen werden. Dabei handelt es sich also um eine Langzeitwette auf die Gesamtzahl aller Tore. Und da gibt es große Schwankungen: Fielen bei der WM in Deutschland noch 147 Tore, waren es in Brasilien 2014 schon 171!

Statistiken wälzen macht bei Over/Under also absolut Sinn. Es gibt hierfür verschiedenste Portale im Internet, die man dafür zurate ziehen kann. Trotzdem sollte man auf solche Auswertungen nicht blind vertrauen. Denn es handelt sich im Endeffekt ja um Durchschnittswerte. Diese verändern sich zudem je nach Liga sehr deutlich im Laufe der Jahre.

Wie gewinnt man bei Over/Under Wetten?

Zu Beginn hieß es ja, dass Over/Under Wetten einfacher wären als 1X2 Wetten. Neulinge werden das eventuell nicht so empfinden, jedoch kann man als erfahrenerer Spieler durchaus verlässliche Tipps abgeben.

Man sollte immer die Stärken und Schwächen zweier Teams miteinander abgleichen. Treffen zwei Tormaschinerien aufeinander, beispielsweise der FC Barcelona und Real Madrid, dann würde man im ersten Moment vielleicht auf viele Tore setzen. Jedoch muss man auch beachten, dass es sich dabei um ein prestigeträchtiges Derby handelt. Wer dieses Duell verliert, wird über Wochen von den Journalisten ausgelacht. Deshalb spielen beide Teams häufig sehr defensiv und versuchen mit einer Aktion das Spiel zu entscheiden.

Auch ist es ratsam, einen Blick auf Tore und Gegentore zu werfen. Denn die Teams, die eine sehr gute Defensive besitzen, müssen nicht automatisch auch eine gute Offensive haben. Solche Mannschaften sind eigentlich bekannt dafür, Spiele unspektakulär und kontrolliert zu spielen. Viele Tore werden auch hier nicht fallen.

Zur Analyse gehört dazu, dass man sich den Kader der Mannschaften genau anschaut. Denn fällt bei den Bayern der Stammtorwart verletzt aus und fehlt zudem der Abwehrchef, ist das Spiel gegen einen schwachen Aufsteiger schon nicht mehr so einfach einzuschätzen wie gedacht.

Wie bereits erwähnt lohnt sich auch der Blick auf die Leistung innerhalb einer Halbzeit. Denn hier zeigen manche Mannschaften häufig ihr wahres Gesicht. So spielt ein Team meist die ersten 45 Minuten sehr engagiert, bekommt jedoch ab Minute 50. immer wieder dumme Gegentore. Wer das weiß, sollte so etwas in die Over/Under Wetten mit einfließen lassen.

Was muss man bei Over/Under Wetten unbedingt beachten?

Nun klingt das System von Over/Under Wetten unfassbar einfach. Denn die 2-Wege-Wette hat ja auch eine 50 % Siegeschance. Man sollte sich davon aber nicht blenden lassen. Denn am Ende muss man nicht nur die Lage der Liga analysieren, sondern auch die Formkurve von Mannschaften kennen.

Es ist daher ratsam, eine eigene Statistik zu führen. Denn so kann man Auffälligkeiten in einer Liga oder bei einer Mannschaft individuell festhalten. Wer beispielsweise die ersten Spieltage der Bundesliga beobachtet, wird schnell bei manchen Mannschaften einen gewissen Trend feststellen können. So sind die Ergebnisse zu Beginn einer Saison meist auffälliger, als im weiteren Verlauf – ehe es dann noch einmal eng wird, sobald die Winterpause ansteht.

Auch sollte man sich genau überlegen, auf welche Werte man setzt. Denn die Quote steigt, je risikofreudiger man seine Wette platziert. Grundsätzlich ist die Over/Under Wette ein sehr spaßiger und abwechslungsreicher Wettmarkt. Wer sich in einer Sportart sehr gut auskennt, kann hier tolle Gewinne erzielen!



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