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Die Sportwetten-Lizenzfrage in Deutschland ist nicht leicht zu beantworten, da wir hier gleich mehrere Punkte haben, die eine kurze Zusammenfassung kaum möglich machen. Ausgangspunkt für eine Marktöffnung war ein Gerichtsurteil, in dem klar gesagt wurde, dass die deutsche Situation mit den europäischen Gesetzen nicht vereinbar ist. Daraufhin begann etwas, was einfach nur als Chaos bezeichnet werden kann und muss. Doch bevor es hier ausführlich wird, zunächst die Übersicht der Wettanbieter, die überhaupt eine verfügbare Lizenz aus Deutschland im Moment haben:

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Fehlgeleiteter Glücksspielstaatsvertrag

Als ultimative Lösung wollten die Bundesländer erneut zu einem Glücksspielstaatsvertrag greifen. Dieser hatte einige Eckpunkte, die sehr wichtig sind und die am Ende teilweise zum Scheitern des Selbigen geführt haben:

  • Es werden 20 Lizenzen vergeben
  • Es gibt mehrere Runden, in denen die Anbieter Punkte bekommen und die 20 Besten bekommen Lizenzen
  • Maximal 1000€ Umsatz pro Kunde
  • Die meisten E-Wallets wie Skrill, Neteller und PayPal wären verboten
  • Livewetten wären so gut wie komplett verboten

Starke Einschränkung der Wettmärkte

Der Punkt, der am Ende auch von Gerichten sofort kassiert wurde ist der mit den 20 Lizenzen. Dies ist natürlich nicht mit geltendem Recht vereinbar, da es eine gleichberechtigte Grenze geben muss, die ein Kandidat erfüllen muss. Eine Bewertung in einem Punktesystem widerspricht genau diesem europäischen Grundsatz und wurde von einem Gericht in Wiesbaden kassiert.

Die anderen Punkte sind einmal mehr komplett realitätsfremd, denn sie treiben die Kunden direkt in die Arme des Schwarzmarktes. Es fängt damit an, dass die Grenze von 1000€ pro Monat als Umsatzgrenze realitätsfremd ist und natürlich komplett an den Umsätzen von Oddset ausgerichtet wurde. Schaut man sich jedoch einen durchschnittlichen Kunden, der auch Livewetten mag, dann ist so ein Umsatz manchmal nach 2-3 Tagen erreicht. Wir reden hier eben von Umsatz und nicht von Verlust des Kunden.

Ein Beispiel:

Sagen wir, dass wir 500 Euro auf Über 2,5 Tore bei einem Spiel gesetzt haben und nachdem ein früher Tor gefallen ist, wollten wir diesen Gewinn mit einer Gegenwette sichern, also setzen wir auf die stark gestiegene Gegenquote und auch hier glatt 500€. Wir würden am Ende mit einem Plus rausgehen, aber hätten dennoch unser Limit erreicht und dürften für den Rest des Monats nicht mehr spielen.

Ebenfalls ein Problem ist das Wegnehmen von den beliebten Livewetten. Die Kunden mögen diese, aber auch hier wollte man einmal mehr Oddset einen Gefallen tun, da Oddset wie im Mittelalter ohne Livewetten auskommt.

Allgemein ist die Lobbyarbeit des Lotto- und Totoblocks ein großer Bremsklotz für eine seriöse Entwicklung was die Lizenzen angeht. Alle wenig wirtschaftlich sinnvollen Punkte wurden vom Ex-Monopolisten gefördert, weil man hier lieber die Privaten schlecht regulieren will anstatt sich selbst zu entwickeln.

Ähnliches beobachtet man auch bei den Eingriffen der Städte bei den Offline-Wettbüros in den Innenstädten. Aus dem Nichts wurde eine Wettbürosteuer erschaffen, die fällig wird falls Livewetten angeboten werden. Man darf hier drei Mal raten, ob Oddset Livewetten hat oder nicht.

Schleswig-Holstein als einziger mit Lizenzen

Unbedeutend was man in den Zeitungen liest, bisher hatte Hessen (das zuständige Land) keine Lizenzen rausgeben können, weil sie von den Gerichten gestoppt wurde. Man hatte zwar eine (sehr fragwürdige) Zusammenstellung für die 20 Kandidaten, aber da diese Regelung abgeschafft wurde, muss neu entschieden werden wie die Länder vorgehen wollen.

In der gleichen Zeit hat Schleswig-Holstein im Alleingang eine komplette Lizensierung auf den Weg gebracht, inklusive wirklich seriöser Bedingungen, die gleichzeitig dem Spielerschutz dienen, aber eben auch der Wirtschaftlichkeit nicht im Wege stehen. Das Modell lehnt sich sehr stark an das Modell in Dänemark, das als sehr sauber und fair gilt.

Schleswig-Holstein ging sogar einen Schritt weiter und erteilte auch Casino- und Pokerlizenzen aus. Auch wenn die anderen Länder viel Gegenwehr zeigen, so muss festgehalten werden, dass Schleswig-Holstein als einziger wirklich eine Lizensierung hinbekommen hat und damit den Kunden eine Empfehlung gibt welcher Anbieter seriös ist und welcher nicht.

Diese Lizenzen dienen den Anbietern im Moment um nicht allzu sehr verfolgt zu werden von den Behörden, aber auch für zuerst abwegig klingende Dinge wie die Einführung von PayPal als Bezahlmethode. Hier möchte das Unternehmen einfach eine deutsche Lizenz sehen um sich selbst abzusichern und dafür reicht dann die aus Schleswig Holstein.

Die Steuerfrage

Der einzige Punkt, an dem Schleswig-Holstein einknicken musste ist die der Steuer. Sie wollten wie Dänemark 20% vom Gewinn der Unternehmen einbehalten, während die anderen Bundesländer 5% auf den Umsatz mit Gewalt durchdrückten. Das ist eben genau die Steuer, die man als Kunde bei fast allen Anbietern präsentiert bekommt. Hier musste sich das Bundesland beugen, da die Steuer als bundesweites Gesetz erfasst wurde was dann die Regulierung auf Landesebene „übertrumpft“.

Europäische Lizenzen

Das älteste und wirklich wichtige Argument ist, dass eine europäische Lizenz auch von anderen Staaten anerkannt werden sollte. Die EU nahm diese Regelung beim Glücksspiel raus, aber sie machte sehr strenge Auflagen, die die meisten Monopole nicht erfüllen. Die zwei häufigsten Lizenzen, die einem Begegnen sind Malta und Gibraltar. Beide sind solide, wobei Gibraltar sicherlich der noch etwas seriösere Standort und Malta mehr Skandale hatte. Prinzipiell sagen beide Lizenzen nicht alles aus über einen Anbieter und so versuchen wir immer so viele Hintergrundinfos wie nur möglich zu sammeln.

Außereuropäische Lizenzen

Hier dürfte man vor allem dem Namen Curacao begegnen. Die wirklich schöne Karibikinsel wird oftmals zu Unrecht angegriffen, denn sie haben eines der modernsten Glücksspielgesetze und sie haben die technische Infrastruktur geschaffen. Der einzige Grund warum andere Staaten gegen sie wettern ist, weil sie gerne die Steuern hätten, die die Firmen von nun an hier zahlen. Vor allem bei Casinos sehr empfehlenswert, da die Eigentümer recht sicher sind vor neugierigen Behörden.

Mehrfachlizenzen auf einer Seite

Etwas trickreich ist diese Variante, die einem jedoch recht oft unter die Augen kommt. Dabei wird beispielsweise die Sportwette über die eine Lizenz geregelt, aber das Casino über eine völlig andere. Wie schon erwähnt zählt das alles eigentlich weniger, denn es geht vielmehr um die grundsätzliche Sicherheit eines Anbieters.