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Surebets – Erklärung und Hilfe

Wer sich ein bisschen auf dem Wettmarkt auskennt, der wird schon mit dem Begriff der Surebets in Kontakt gekommen sein. Mit Surebets werden Wetten bezeichnet, bei denen es möglich ist zu gewinnen, ohne dass man dabei vom Ausgang der Begegnung abhängig ist. Damit das funktioniert, muss man die Quoten vieler Buchmacher miteinander vergleichen.

Das klingt auf den ersten Blick ja nach dem sprichwörtlichen Jackpot! Gewinne abzugreifen, ohne Angst vor Verlusten haben zu müssen – das will doch jeder, oder etwa nicht? Fakt ist, dass man für Surebets durchaus ein wenig rechnen muss. Es geht nun einmal darum, die Quoten der Buchmacher auf entsprechende “sichere Wetten” hin zu analysieren.

Wie man Surebets entdeckt, welche Rechnungen man vornehmen muss und was man außerdem darüber noch wissen sollte, erfährt man hier in diesem Artikel. Zum Schluss wagen wir außerdem noch einen Blick auf entsprechende Software-Produkte, welche die Analyse von Surebets übernehmen. Dranbleiben ist also die Devise!

Wie kommen Surebets zustande?

Bevor wir nun volle Lotte einsteigen und erklären, wie Surebets entstehen, erst noch eine Erklärung zu einem Fachbegriff. Surebets werden im Wett-Fachjargon auch Arbitrage-Wetten genannt. Auch wenn der Begriff Arbitrage im Grundsatz nicht ganz treffend gewählt ist, hat er sich unter Profi-Tippern durchgesetzt. Wieso er gewisse Unzulänglichkeiten aufweist, ist folgend für alle, die mal mit Fachwissen glänzen wollen, kurz erklärt:

→ Arbitrage ist ein Begriff aus der Wirtschaft. Es geht dabei im Grundsatz um die risikolose Ausnutzung von Kurz-, Preis- und Zinsunterschieden zum Zweck der Gewinngenerierung. Noch einmal vereinfacht in Bezug auf Wetten ausgedrückt: Mit Arbitrage ist gemeint, dass man gewisse Quoten verschiedener Buchmacher gegeneinander ausspielt, sodass man sicher Gewinn mitnimmt – und das ohne Risiko! Letzter Teil des Satzes ist auch der Grund für die Unzulänglichkeit. Denn risikolos kann niemand Geld setzen. Verlust ist Verlust – ob nun in der Wirtschaft oder aber privat.

Doch nun ein Blick darauf, wieso es Surebets überhaupt gibt. Hauptgrund ist, dass sich die Buchmacher untereinander nicht auf Quoten abstimmen. Dadurch gibt es immer geringfügige Schwankungen zwischen den Wettanbietern. Um Quoten festzulegen, erarbeiten die Buchmacher mit Sportexperten verschiedene Analyseverfahren, mit denen die Stärken der Mannschaften und Spieler eingeschätzt werden. Treffen nun zwei Teams aufeinander, erfolgt sozusagen eine Risikoabschätzung. Welches Team ist stärker, welcher Spieler fällt aus, welche Mannschaft hat eine Siegesserie im Rücken und so weiter. Anhand einer solchen Analyse, die je nach Sportart und Buchmacher unterschiedlich intensiv und qualitativ angelegt ist, können deutlichere Unterschiede in der Quote entstehen.

Wie findet man Surebets?

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Wie findet man Surebets, damit man auf sie setzen kann? Erster Punkt: Geschwindigkeit! Um Surebets zu entdecken, muss man die Quoten verschiedenster Buchmacher relativ schnell miteinander vergleichen, bestenfalls zudem durchgehend im Auge behalten. Zweiter Punkt: Ausdauer! Die Suche nach Surebets kann viel Zeit in Anspruch nehmen.

Aus diesem Grund gibt es verschiedene Webseiten, die die Suche übernehmen. Dort bekommt man bestenfalls in Echtzeit entsprechende Quoten zu Spielen präsentiert und kann deshalb sehr schnell auf entscheidende Veränderungen reagieren. Hierzu noch ein Tipp: Um Surebets zu finden und auch spielen zu können, muss man bei mehreren Buchmachern gleichzeitig angemeldet sein. Denn wer eine Surebet entdeckt, muss gleich setzen. Sollte noch kein Kundenkonto bestehen und man muss sich zuerst anmelden, kann sich die Quote bis zum erfolgreichen Abschluss schon wieder zu Ungunsten des Tippers verändern.

Wie berechnet man Surebets?

Wer in Mathe nie wirklich mitgekommen ist, muss nicht verzagen. Die Berechnungen von Surebets ist sehr einfach und für jeden sofort zu verstehen. Um Surebets zu berechnen dient nachfolgendes Beispiel zur Veranschaulichung.

Die Quote bei einem Anbieter XY auf die Begegnung Real Madrid gegen FC Villarreal sieht wie folgt aus:

Sieg Real

Remis

Sieg Villarreal

2,4

3,6

5,7

 

Um nun eine Surebet zu berechnen muss man folgende Formel verwenden:

1/Quote Heimsieg + 1/Quote Remis + 1/Quote Auswärtssieg

Liegt das Ergebnis unter 1, so handelt es sich um eine Surebet. Liegt das Ergebnis über 1, liegt logischerweise keine Surebet vor. Bei unserem fiktiven beispiel kommt man auf folgendes Ergebnis:

1/2,4 + 1/3,6 + 1/5,7 = 0,869

Würde man nun einen Euro setzen, bekäme man bei der Surebet mit einem Wert von 0,87 (gerundet) einen Gewinn von 13 Cent zurück.

Wie berechnet man den Einsatz auf Surebets?

Fast schon wichtiger als die Berechnung einer Surebet, ist die Berechnung des Einsatzes! Denn man setzt ja auf alle möglichen Ausgänge, weshalb es hier auf die Verteilung des Wettbudgets ankommt. Doch auch hier muss sich niemand fürchten, der Mathe in der Schule nur als Randerscheinung wahrgenommen hat. Die Berechnung ist wieder einmal sehr einfach und gelingt innerhalb weniger Augenblicke.

Die Formel lautet: (1/Surebet-Faktor) x (Gesamteinsatz/Quote)

Für das oben aufgeführte Beispiel würde das folgende Rechnung bedeuten:

  • (1/0,87) x (1/2,4) = 0,478 (gerundet 0,48)
  • (1/0,87) x (1/3,6) = 0,319 (gerundet 0,32)
  • (1/0,87) x (1/5,7) = 0,201 (gerundet 0,2)

Diese errechneten Werte müssen nun im letzten Schritt nur noch mit der Quote gegengerechnet werden und schon hat man den Einsatz, inklusive den erwartbaren Gewinn! Dies folgt nun auch noch einmal exemplarisch an den bis hier hin genutzten Werten.

Wette

Einsatz

Quote

Gewinn

Sieg Real

0,48

2,4

1,15

Remis

0,32

3,6

1,15

Sieg Villarreal

0,2

5,7

1,14

 

Hier sieht man, dass man mindestens mit 13 Cent Gewinn aus den Wetten hervorgeht. Die 14 bzw. 15 Cent treten auf, da es sich hierbei um eine Rundungsungenauigkeit handelt. Deshalb gibt es hier eine minimale rechnerische Abweichung.

Welche Wettmärkte sind für Surebets relevant?

Klassischerweise sind Surebets für Zwei- und Drei-Weg-Wetten optimal. Praktischer ist die Zwei-Weg-Wette, da man hier schneller rechnen kann – es stehen schließlich auch nur zwei mögliche Ausgänge zur Auswahl. Defacto bieten aber beide Wettmärkte beste Voraussetzungen, eine Surebet zu entdecken.

Sind mit Surebets ganz große Gewinne drin?

Zuallererst einmal die Ernüchterung – Surebets sind keine Option für diejenigen, die schnell hohe Gewinne abgreifen wollen. Surebets sind eher eine langfristige Alternative, da man hier mit kontinuierlichen, wenn auch geringen Gewinnen rechnet. Es kommt vor allem darauf an, wie viel man pro Wette setzen kann. Je geringer der Einsatz, desto niedriger auch der Gewinn.

Bei Surebets ist dieses sehr logische Verhältnis noch elementarer, also entscheidender, als bei anderen Wetten. Denn die Gewinnspanne liegt gewöhnlich zwischen 1 und 5 %. Hinzu kommt, dass die Gewinne häufig einer Wettsteuer unterliegen – diese fällt zwar gering aus, beeinflusst aber dennoch den Reingewinn entscheidend.

Macht es Sinn, eine Software zu nutzen, die Surebets automatisch erkennt?

Gar nicht mehr so neu, dafür aber irgendwie immer noch absolute Nische, sind Software-Anbieter, die eine vollautomatisierte Lösung für Surebets anbieten. Diese Firmen arbeiten so, dass ihre Software die Quoten entsprechender Buchmacher, bei denen man Kunde ist, analysiert und bei Bedarf direkt einen Betrag setzt.

Das klingt erst einmal verlockend: Man muss nichts tun, die Software setzt Beträge, die Gewinne finden also ganz einfach alleine ihren Weg auf das private Konto. Nur so einfach ist es am Ende eben doch nicht. Erstens ist die Software immer in einem Art Abo-System abzuschließen. Dadurch hat man je nach Anbieter eine hohe monatliche Summe, die man auf die Einsätze umrechnen muss, damit sich die Gewinne auf Dauer auch lohnen. Und zweitens checken manche Wettanbieter, dass man immer wieder in sekundenschnelle sehr hohe Einsätze spielt. Als Folge davon wird man bei manchen Buchmachern einfach limitiert, wodurch das System, das man bis dahin gespielt hat, abrupt beendet wird.

Außerdem ist es auch bei einer Software so, dass man sich intensiv mit den verschiedenen Wettanbietern beschäftigen muss, ehe man die ersten realen Einsätze spielt. Ohne Wetttaktik und einem hohen Anfangsinvest kommt niemand auf einen grünen Zweig. Damit sind die Software-Anbieter für Surebets eigentlich nicht zu empfehlen.

Surebet Software

Beispiel einer Surebet Software

Kommen Surebets für Anfänger in Frage?

Ganz klar nein! Surebets zu finden ist eine extrem zeitaufwendige Geschichte, zudem muss man, sobald eine Surebet gefunden wurde, direkt gesetzt werden. Man muss also sowohl einen langen Atem beweisen, also auch innerhalb weniger Minuten einen kühlen Kopf bewahren.

Gerade Neulinge sollten aber unbedarft Wetten platzieren dürfen, ohne sich die ganze Zeit die Frage stellen zu müssen, ob man nun auch alles durchgerechnet hat und wie viel Budget denn nun in Frage kommt. Deshalb sind Surebets etwas für erfahrene Tipper, die aufgrund ihrer Gewinne auch einmal mehr Zeit am Rechner verbringen können.

Gibt es eine Alternative zu Surebets?

Der Aufwand, den man für Surebets betreiben muss, ist durchaus immens. In Anbetracht der Tatsache, dass man dadurch aber auch sichere Gewinne einfahren kann, lockt natürlich. Ein ähnliches Verfahren, das aber nicht ganz so zeitaufwändig ist, sind Valuebets.

Dabei handelt es sich um eine Wette, die auf die Quoten von Buchmachern abgeschlossen wird, die eigentlich zu hoch sind. Wettquoten werden dann zu hoch angesetzt, wenn sich ein Wettanbieter nicht ausführlich genug mit den Stärken eines Teams oder Spielers auseinandergesetzt hat. Vor allem Newcomer werden häufig in ihrer Leistung ungenau eingeschätzt. Diese Valuebets bieten ein ähnlich sicheres Wettverhalten wie Surebets, sind aber bei Weitem nicht so schwierig zu finden.

Welche Tipps sollte man bei der Suche nach Surebets befolgen?

Abschließend finden sich hier noch einmal vier elementare Tipps, die zum Spielen von Surebets Sinn machen. Die Liste könnte auch länger sein, aber es empfiehlt sich, die wichtigstens Basics einmal in einer Liste aufzuführen.

Tipp #1: Man sollte immer bei mehreren Wettanbietern gleichzeitig angemeldet sein. Denn nur so ist man in der Lage, auch die verschiedenen Quoten nicht nur zu analysieren, sondern auch direkt ohne Umschweife einen Tipp zu platzieren.

Tipp #2: Um die Tipps innerhalb weniger Augenblicke abzudecken, sollte man entweder auf jedem Kundenkonto einiges an Wettkapital zur Verfügung haben, oder aber mit E-Wallets schnell Geld transferieren können. Dabei muss man aber immer beachten, dass Ein- und Auszahlungen je nach Buchmacher eine Gebühr nach sich ziehen können.

Tipp #3: Bestenfalls wettet man bei einem Buchmacher, der keine Wettsteuer berechnet. Fakt ist: Davon gibt es nur sehr wenige. Bei allen anderen muss man die Wettsteuer immer vom Gewinn abziehen, was je nach Einsatz schon zu einem Verlust führen kann.

Tipp #4: Limitierungen abklären! Manche Buchmacher lassen zu viele zu hohe Einsätze nicht zu, um eben genau gegen die Tipper, die Surebets spielen wollen, vorzugehen. Deshalb sollte man sich im Vorfeld immer darüber informieren, wie hoch die Limits bei den jeweiligen Buchmachern geregelt sind.

Abschließend sei gesagt: Wer gerne tippt und gleichzeitig viel Zeit für Recherche hat, der kann ja mal versuchen, Surebets ausfindig zu machen. Schneller geht es, wenn man entsprechende Webseiten nutzt, die ständig Surebets auflisten und so die Recherche übernehmen. Fakt ist, dass dieser Service aber meistens Geld kostet – daher muss man, wenn man Surebets spielen will, immer einiges an Wettkapital in der Hinterhand haben!