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Ägypten bei der WM2018 – Wetten und Details

Die Ägypter spielen bei der Fußball-WM in Russland in der WM Gruppe A und treffen dort nicht nur auf den Gastgeber, sondern auch auf Saudi-Arabien und Uruguay. Viele sehen „die Pharaonen“ in dieser Gruppe neben Saudi-Arabien als den großen Außenseiter. Doch sollte man die Ägypter gleich von vornherein abschreiben?

Welche Stärken hat das Team? Welche Spieler ragen aus dem Kollektiv heraus? In den folgenden Abschnitten haben wir uns ein wenig genauer mit der ägyptischen Mannschaft befasst, die zuletzt 1990 an einer WM-Endrunde teilgenommen hat.

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Stockfoto-ID: 234820375 Copyright: Frazao

Die Stars der ägyptischen Nationalmannschaft

Ägypten zählt zu den Teams, die nur über wenige bis gar keine Stars verfügen. Der mit Abstand bekannteste Spieler in Reihen der Pharaonen ist Mo Salah vom Liverpool FC. Über den FC Basel und den AS Rom kam der Ägypter zum Premiere-League-Club und spielte unter Jürgen Klopp eine traumhafte Saison.

Mehr als 50 Torbeteiligungen gingen wettbewerbsübergreifend auf das Konto von Salah, der pünktlich zum Auftaktspiel gegen Uruguay seinen 26. Geburtstag feiert. Vielleicht macht er sich selbst sogar das größte Geschenk, indem er sein Team gegen die Südamerikaner zum Sieg schießt.

Ein weiterer Spieler von hohem Bekanntheitsgrad ist Mohamed Elneny, der seine Brötchen ebenfalls in der Premier League verdient. Sein Arbeitgeber sind die Gunners von Arsenal London, die unlängst sein ohnehin bis 2020 datiertes Arbeitspapier vorzeitig verlängerten.

Die Stärken der Ägypter

Man sollte nicht so weit gehen, Ägypten als die ganz große Unbekannte zu sehen – man darf aber dennoch gespannt sein, wie der argentinische Trainer in Diensten der Ägypter, Hector Cuper, seine Mannen ins Rennen schickt.

Bei einem Angreifer wie Mo Salah dürfte klar sein, dass das Spiel auf ihn zugeschnitten sein wird. Mit anderen Worten: Seine Teamkollegen dürften ihn mit besonders vielen Bällen suchen. Angriff und Mittelfeld sind also die Mannschaftsteile, auf die es bei den Ägyptern ankommen wird.

Doch gerade die Defensive sollte man bei all der Lobhudelei für Afrikas Fußballer des Jahres nicht außer Acht lassen. Denn mit Spieler wie Hegazy (West Brom) und Elmohamady (Aston Villa) stehen gleich zwei kampfstarke Jungs aus England im Kader. Zudem sind beide sehr gefährlich bei Standards.

Die Kombination aus gut strukturierter Defensive und einem brandgefährlichen Angreifer lässt sich mit dem walisischen Team vergleichen. Und dass die bei der EM für Furore gesorgt haben, konnten alle Zuschauer live miterleben.

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Stockfoto-ID: 173127524 Copyright: LevanteMedia

Potenzielle Stars im ägyptischen Kader

Bei einem Außenseiter ist es natürlich auch immer schwer vorhersehbar, welche Spieler sich möglicherweise selbst ins Schaufenster stellen könnte. Bei den Ägyptern hat Ramadan Sobhi, Spieler für die linke Außenbahn, wohl die größten Chancen. Der 21-Jährige steht beim Kellerkind aus der Premier League, Stoke City, unter Vertrag und kam dort in der abgelaufenen Saison regelmäßig zum Einsatz.

Die Chancen Ägyptens in der WM Gruppe A

Die WM Gruppe A ist schwer vorhersehbar. Unter normalen Umständen würde man neben Gastgeber Russland der Mannschaft aus Uruguay am ehesten den Einzug in das Achtelfinale zutrauen. Doch gerade die Ägypter könnten hierbei den Spielverderber geben. Treffen könnte es beispielsweise Gastgeber Russland, der in der Vorbereitung auf diese WM mit seinen Auftritten wahrlich weder Angst noch Schrecken verbreiten konnte.

Es wäre sogar keine ganz große Überraschung, wenn die Sbornaja gleich nach der Gruppenphase die sehr kurze Heimreise antreten müsste. Zwar werden die Ägypter als Außenseiter gehandelt, jedoch erfüllt Saudi-Arabien in der Gruppe dieses Prädikat wohl eher. Wenn alles normal läuft, dann werden die Saudis abgeschlagen Letzter. Wer nun tatsächlich das Achtelfinale erreicht, wird sich aller Voraussicht nach also wohl tatsächlich in der Partie zwischen Ägypten und Russland entscheiden. Uruguay scheint zu stark und könnte die Gruppe sogar als Erster abschließen.

Die Chancen im Turnier für Ägypten

Sollten die Ägypter tatsächlich als Zweiter der Gruppe A über die Ziellinie kommen, wäre vermutlich im Achtelfinale Schluss. Denn dort wartet dann der Erste der Gruppe B. Hierbei handelt es sich dann entweder um Spanien oder Portugal, die den Gruppensieg unter sich ausmachen werden.

Selbst dann, wenn die Pharaonen die Sensation schaffen und Gruppenerster würden, dann träfen sie im Achtelfinale auf eine der beiden Mannschaften, die sogar zum erweiterten Favoritenkreis auf den WM-Titel gehören. Der ägyptische Kader scheint einfach in der Breite nicht gut genug aufgestellt, um eines dieser beiden Teams ernsthaft gefährden zu können. Das Überstehen der Gruppenphase wäre auf jeden Fall ein Erfolg. Die bisher beste WM-Platzierung gab es 1934 – seinerzeit war es ebenfalls das Achtelfinale.