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Argentinien bei der WM2018 – Wetten und Details

Sobald es um die Nationalmannschaft Argentiniens, die „Albiceleste“, geht, steht natürlich ein Mann besonders im Mittelpunkt: Lionel Messi. Einige bezeichnen Messi gar als den „Unvollendeten“, da ihm bislang ein großer Titel mit den Argentiniern versagt blieb. Dennoch ist und bleibt Messi ein Weltklassespieler und in der Nationalmannschaft der absolute Star.

Argentinien muss sich bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in der WM Gruppe D mit Kroatien, Nigeria und Nigeria messen. Kein leichtes Unterfangen – vor allem dann nicht, wenn man die für argentinische Verhältnisse unterirdische Qualifikation zu Rate zieht. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Albiceleste hätten sich in die Riege der großen Fußballnationen einreihen können, die die diesjährige WM verpassen (Italien, Niederlande). Wer sind die Stars neben Leo Messi? Was ist in der Gruppe drin? Und wie groß sind die Chancen im weiteren Turnierverlauf? Der folgende Text klärt auf.

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Stockfoto-ID: 214321924 Copyright: vverve

Die Stars Argentiniens

Den größten Star haben wir bereits in der Einleitung dieses Textes namentlich genannt: Es handelt sich um Lionel Messi, der während der WM seinen 31. Geburtstag feiern wird. In „La Liga“ in Spanien lehrt der Stürmer auch in dieser Saison die Torhüter das Fürchten. In der Champions League traf Messi zwar ebenfalls sechsmal, jedoch konnte er das denkwürdige Aus gegen den AS Rom im Viertelfinale auch nicht verhindern, als er mit seinem Team einen 4:1-Vorsprung aus dem Hinspiel noch aus der Hand gab.

Nichtsdestotrotz ist Messi gemeinsam mit Cristiano Ronaldo der beste Spieler der Welt. Die beiden duellieren sich auf dem Platz in steter Regelmäßigkeit, wobei Messi weniger extrovertiert auftritt, als sein Widersacher von Real Madrid. Leider haftet Messi, dessen Spitzname „La Pulga“ (der Floh) lautet, der Ruf an, die Nationalmannschaft bislang nicht „ins gelobte Land“ geführt zu haben. Cristiano Ronaldo gelang dieses Kunststück aber auch erst vor zwei Jahren beim Gewinn des EM-Titels in Frankreich.

Zu den Stars Argentiniens gehört definitiv Nicolas Otamendi. Auch, wenn er bereits 30 Lenze zählt, ist er im Team von Manchester City, aber auch in der Nationalmannschaft, eine feste Größe. Für einen Abwehrspieler zeigte er sich in der abgelaufenen Saison auch recht torgefährlich. Otamendi ist der Abwehrchef, der hinten „den Laden dichthält“.

Im Mittelfeld gehört Ever Banega vom FC Sevilla zu den Stars und sollte daher gesetzt sein. Lucas Biglia vom AC Mailand ist ebenfalls ein Spieler mit Star-Potenzial. Im Sturm ist eben jenes Star-Potenzial im Überfluss vorhanden. Neben dem bereits vorgestellten Lionel Messi, trifft dieses Prädikat auch auf Angel Di Maria (PSG), Sergio Agüero (Manchester City), Paulo Dybala (Juventus Turin) oder Gonzalo Higuain (ebenfalls Juve) zu.

Di Maria steht bei PSG bisweilen im Schatten von Superstar Neymar, Agüero, der unmittelbar vor WM-Beginn 30 Jahre alt wird, zählte in der Premier League zu den Torjägern. Higuain gilt als einer der treffsichersten Stürmer überhaupt. Zwar wirkt der Juve-Stürmer nicht immer völlig austrainiert, aber vor dem Tor ist er meist kaltschnäuzig und gnadenlos. In der aktuellen Champions-League-Saison kam er bis zum Last-Minute-Ausscheiden gegen Real Madrid auf fünf Treffer.

Auch in der Serie A hat er seinen Torriecher einmal mehr unter Beweis gestellt. Noch treffsicherer – zumindest in der Serie A – agierte Teamkollege Paulo Dybala. Trainer Jorge Sampaoli kann im Angriff also aus dem Vollen schöpfen.

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Die Stärken des argentinischen Teams

Bei Mittelfeld und Angriff dieser Güteklasse ist es wohl kein Wunder, dass diese beiden Mannschaftsteile zu den absoluten Stärken der Argentinier gehören. Egal, welcher Stürmer auf dem Platz steht – Abwehr und Torhüter der Gegner sollten aufpassen, da alle genannten Spieler über Vollstreckerqualitäten verfügen. Die Abwehr um ihren Chef Nicolas Otamendi ist ebenfalls gut aufgestellt. Zur Abwehr zählen auch Marcos Rojo von Manchester United oder Gabriel Mercado von FC Sevilla.

Während die Offensive zu den größten Stärken des Teams gehört, gibt dagegen die Torhüterposition ein wenig Anlass zur Sorge. Zwar ist Sergio Romero keinesfalls ein schlechter Mann – jedoch kommt er bei Manchester United nicht an David De Gea vorbei. Das gleiche Schicksal teilt die etatmäßige Nummer zwei im Bunde, Willy Caballero. Dieser ist beim Chelsea FC nur Ersatz hinter Thibaut Courtois. Und Torhüter ohne Spielpraxis können mitunter ein Risiko sein, das sich Argentinien nicht leisten kann.

Potenzielle Stars im argentinischen Kader

Einer der Spieler, auf die es sich zu schauen lohnt, ist Leandro Paredes. Der defensive Mittelfeldspieler verdient seine Brötchen im WM-Gastgeberland, genauer gesagt bei Zenit St. Petersburg. In der WM-Qualifikation kam er allerdings nur zu wenigen Einsatzminuten.

Auch Giovanni Lo Celso ist ein Mann, der sich bei der anstehenden WM ins Schaufenster stellen kann. Der 22-Jährige steht bei Paris Saint Germain unter Vertrag, hat dort auf seiner zentralen Mittelfeldposition aber eine Menge Konkurrenz.

Die Chancen Argentiniens in der WM Gruppe D

Normalerweise lächelt eine argentinische Mannschaft nur müde über die Gruppenphase. Aber wird es diesmal auch sein? Eine durchaus berechtigte Frage, denn mit Kroatien, Nigeria und Island wartet hungrige Konkurrenz auf die Himmelblauen. Auf den ersten Blick scheinen die Argentinier in der Hierarchie vor den Kroaten zu stehen. Diese beiden Mannschaften sollten auch das Achtelfinale erreichen.

Aber Achtung! Die Argentinier spielten eine nahezu indiskutable Qualifikation, an deren Ende nicht allzu viel zum Scheitern fehlte. Das ganz große Selbstvertrauen einer souveränen Qualifikation fehlt also. Das werden auch die anderen Mannschaften registriert haben und entsprechend auftreten. Nigeria etwa verfügt über Talent, die Isländer haben bereits bei der letzten EM bewiesen, dass man sie nicht unterschätzen sollte. Die Fans der englischen Nationalmannschaft werden sich erinnern.

Das Turnier beginnt für Argentinien am 16. Juni mit dem Spiel gegen Island. Schauplatz für dieses vielleicht schon richtungsweisende Duell ist das Spartak-Stadion. Die Isländer haben hierbei nichts zu verlieren. Am 21. Juni geben sich die Kroaten im Nishni-Nowgorod-Stadion die Ehre gegen den Weltmeister von 1978 und 1990, zum Abschluss der Gruppenphase treffen die Argentinier auf Nigeria.

Wie bereits erwähnt, sollte nach normalen Gesichtspunkten der Einzug in das Achtelfinale gelingen. Nigeria und Island scheinen trotz allen Talents und aller Kämpfereigenschaften nicht das Zeug zu haben, um gegen Kroatien und Argentinien anzukommen. Man muss allerdings abwarten, wie Letztere nach der doch arg verkorksten Qualifikation auftreten. Warum die Gruppenphase und nicht zuletzt deren Platzierung einen großen Einfluss auf den weiteren Turnierverlauf haben kann, zeigt der nächste Abschnitt.

Die Chancen der argentinischen Nationalelf im Turnier

Die Argentinier sollten tunlichst alles daransetzen, ihre Gruppe auf dem ersten Platz abzuschließen. Denn im Achtelfinale wartet ein Team aus der Gruppe C. Dort spielen neben den Australiern, den Dänen und den Peruanern auch die starken Franzosen, die als einer der größten Turnierfavoriten gehandelt werden. Es ist davon auszugehen, dass eben jene Franzosen ihre Staffel mit dem ersten Platz abschließen werden. Doch auch dann, wenn die Argentinier das Achtelfinale überstehen sollten, könnten in der nächsten Runde mit Portugal oder Spanien zwei weiterer Kracher warten.

Um den WM-Titel zu holen, müssen die besten Spieler einer Mannschaft auch die besten Spieler sein. Das gilt bei den Albiceleste nicht zuletzt auch für Lionel Messi, will er sein Team wieder mindestens ins Finale führen. Allerdings muss dann eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Quali her. Sollte dies nicht der Fall sein, dann droht bereits in der Gruppenphase das Aus, das fußballerisch einer nationalen Katastrophe gleichkäme.

Argentiniens voraussichtliche WM-Startformation

Die Vielzahl an talentierten Angreifern macht es für den Trainer der Albiceleste in gewisserweise schwierig, die richtigen Positionen für seine Angreifer zu finden. Meist spielt man mit einem 4-2-3-1, bei welchem Messi entweder in der Mitte als Zehner agiert, oder aber auf die Außen wechselt. Eine Umstellung auf ein 4-3-3 ist eher selten und auch nur dann von Nöten, wenn Argentinien volles Risiko gehen muss. Bei der WM wird die argentinische Elf voraussichtlich mit folgender Startformation beginnen:

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