Skip to main content

Belgien bei der WM2018 – Wetten und Details

Und täglich grüßt das Murmeltier: in diesem Fall bei jedem großen Turnier. Die Belgier gelten einmal mehr als einer der Geheimfavoriten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Mannschaft verfügt über sehr viel Qualität und kann auch auf eine Reihe von Stars in seinen Reihen bauen.

Die Qualifikation zur WM gelang ohne Probleme, und in der WM Gruppe G treffen die „Roten Teufel“ auf die Mannschaften aus England Panama und Tunesien. Der Einzug ins Achtelfinale der WM in Russland gilt somit als Pflicht. Dieser Text nimmt die belgische Mannschaft und einige ihrer Starspieler ein wenig genauer unter die Lupe. Außerdem analysieren wir die Chancen sowohl auf ein Weiterkommen in der Gruppe G als auch im weiteren Verlauf des Turniers.

wmanalyse_belgien

Stockfoto-ID: 222533290 Copyright: BOLDG

Die Stars des belgischen Teams

Die Belgier haben es in den letzten Jahren immer wieder geschafft, einige Spitzenleute hervorzubringen. Einer der Stars steht im Tor. Thibaut Courtois ist die klare Nummer eins beim Chelsea FC und wird auch bei der WM das Tor der Belgier hüten. Die Nummer zwei im Bunde ist in der Premier League ebenfalls kein Unbekannter: Simon Mignolet vom Liverpool FC. Allerdings hat er mit dem Deutschen Loris Karius einen Konkurrenten, der ihm in der laufenden Saison einige Einsätze, unter anderem in der Champions League, hat abluchsen können.

In der Abwehr können die Belgier ebenfalls mit einigen Stars aufwarten. Allen voran natürlich Innenverteidiger Vincent Kompany, der einst beim Hamburger SV unter Vertrag stand und sowohl bei Manchester City als auch in der Nationalelf unumstritten ist. Für den mittlerweile 32-Jährigen könnte es der letzte Auftritt bei einer WM sein. Zu den weiteren Stars gehören aber auch Thomas Vermaelen (Barca) sowie Toby Alderweireld und Jan Vertonghen (beide Tottenham). Yannick Carrasco (Dalian Yifang/China) und Thomas Meunier von PSG dürften ebenfalls mit von der Partie sein.

Zu den Stars im Mittelfeld gehört noch immer „Lockenkopf“ Marouane Fellaini von Manchester United. Belgiens Trainer Roberto Martinez dürfte auf bei der WM auf die Dienste des 30-Jährigen vertrauen. In die Kategorie der belgischen Spitzenspieler gehören auch Axel Witsel (Tianjin Quanjian/China), Mousa Dembélé (Tottenham) oder aber auch Radja Nainggolan vom AS Rom.

Unumstrittene Stars im Angriff sind natürlich der teuerste Spieler im Kader, Kevin de Bruyne (Manchester City), sowie Eden Hazard (Chelsea), Dries Mertens (Napoli) oder Romelu Lukaku (Manchester United). Bei diesen Angreifern wird der eine oder andere Fan sicher mit der Zunge schnalzen. Vor anderen Nationen verstecken müssen sich die Belgier damit sicherlich nicht.

wmanalyse_belgienkader

Stockfoto-ID: 136394777 Copyright: katatonia82

Die Stärken des belgischen Kaders

Alle Mannschaftsteile sind hervorragend besetzt. Im hinteren Bereich sind mit Thibaut Courtois, Vincent Kompany, Thomas Vermaelen oder Vertonghen und Alderweireld Leute an Bord, die über jeden Zweifel erhaben sind und sowohl im Klub als auch in der Nationalmannschaft längst ihre Klasse unter Beweis gestellt haben. Das Mittelfeld verfügt sowohl über Arbeiter wie Fellaini oder etwas filigranere Akteure wie Axel Witsel.

Und wer im Angriff über Spieler wie Romelu Lukaku, Kevin de Bruyne oder Eden Hazard verfügt, muss sich keinerlei Sorgen machen. Entscheidend wird sein, ob es die Flügelspieler der Belgier schaffen, diese Spitzenleute entsprechend einzusetzen. Kevin de Bruyne hat eine besondere Stärke. Er verfügt sowohl über Torjägerqualitäten als auch über die Fähigkeit, den tödlichen Pass zu spielen. Eine Position direkt hinter den Spitzen wäre für den ehemaligen Wolfsburger daher auch absolut denkbar.

Unterm Strich ist es also die Ausgewogenheit, die das belgische Team auszeichnet. In keinem Mannschaftsteil sind eindeutige Schwächen auszumachen. In der Vergangenheit standen sich die Roten Teufel oft selbst im Weg oder schieden nur sehr unglücklich aus.

Potenzielle Stars der Belgier

Belgien kann auf einige junge Spieler bauen, auf die man bei der WM ein Auge haben sollte. Einer dieser Spieler ist seit Beginn des Jahres sogar in der Bundesliga aktiv: Michy Batshuayi von Borussia Dortmund. Der Ersatz für den zum Arsenal FC abgewanderten Pierre-Emerick Aubameyang schlug sofort ein und trug sich mehrfach in die Torschützenliste ein. Der 24-Jährige könnte die WM als weiteres Sprungbrett nutzen, wenngleich die Belgier um Sturm natürlich ohnehin schon über sehr große Qualität verfügen. Sollte sich keiner der etablierten Stars verletzen oder eine Sperre einhandeln, wird Batshuayi lediglich von der Bank kommen.

Ebenfalls auf dem Zettel haben sollte man Romelu Lukaku. Zwar ist der Angreifer schon jetzt ein Star, könnte aber bei der WM noch weiter auftrumpfen. Wenn es ihm gelingt, an seine starke Saison bei Manchester United anzuknüpfen, dann dürfte man seinen Namen häufiger hören.

Die Chancen Belgiens in der WM Gruppe G

Die Belgier haben mit England, Panama und Tunesien eine machbare Gruppe erwischt. Aller Voraussicht nach wird es mit den Engländern einen Kampf um den ersten Platz in der Gruppe G geben. Tunesien kann durchaus eine unangenehme Aufgabe werden, jedoch sollte diese belgische Mannschaft in Normalform auch gegen die Afrikaner bestehen können. Panama gilt als der klassische Außenseiter dieser Gruppe, der wohl keinerlei Chance auf den Einzug in das Achtelfinale haben wird.

Die WM beginnt für die Belgier am 18. Juni mit der Partie gegen den eben erwähnten Underdog aus Panama (Fisht-Stadion). Durchaus ein richtungsweisendes Spiel. Denn läuft diese Partie nicht nach Wunsch, stünden die Belgier gleich beim zweiten Spiel am 23. Juni gegen Tunesien im Spartak-Stadion mächtig unter Druck. Am 28. Juni kommt es dann im Kaliningrad-Stadion zum Showdown gegen die Engländer – möglicherweise geht es dabei um den Gruppensieg. Wie eingangs erwähnt, werden die anderen Teams aus Panama und Tunesien nicht stark genug sein, um den beiden Platzhirschen der Gruppe ausreichend Paroli bieten zu können.

Die Chancen der Belgier im Turnier

Es ist natürlich immer schwer, einen Ausblick auf ein Turnier zu wagen, bei dem so viele Faktoren von entscheidender Bedeutung sein können. Dennoch schauen wir an dieser Stelle einmal auf das Achtelfinale und darüber hinaus. Für eine Mannschaft wie Belgien, die mit derart vielen Stars und Spitzenspielern gespickt ist, sollte auch das Achtelfinale machbar sein. Dabei ginge es gegen einen der beiden Erstplatzierten aus der Gruppe H. Dort streiten sich Polen, der Senegal, Kolumbien und Japan um die beiden Tickets für das Achtelfinale. Im Viertelfinale könnte es aufgrund der Konstellation aber auch schon gegen Deutschland oder Brasilien gehen.

Wie weit werden die Belgier also kommen? Nun, die Roten Teufel entpuppten sich in der Vergangenheit nicht selten als Wundertüte. Rein vom Marktwert, der Spieler selbst und vom Potenzial her sollte man die Belgier durchaus zum engeren Kreise der Favoriten zählen. Es gibt andere Mannschaften bei dieser WM, die sich auch nur ansatzweise einen solchen Kader wünschen würden. Doch am Ende schießt Geld keine Tore und das Talent allein gewinnt keine Titel. Für die Belgier wird es darauf ankommen, das vorhandene Potenzial endlich auch einmal dauerhaft auf den Platz zu bekommen und in gute Ergebnisse umzumünzen. Wenn das gelingt, dann dürfte das Team weit kommen. Gelingt es ihnen nicht, dann freut sich einmal mehr das grüßende Murmeltier über seinen gewohnten Ablauf.

Die voraussichtliche Startformation Belgiens bei der WM

Die belgische Nationalmannschaft spielt seit jeher eine Formation, bei der man von einem 4-2-3-1 ausgehen kann. Jedoch zeigt sich, dass es taktisch eher ein 3-4-2-1 ist, da man so den Stoßstürmer (wahrscheinlich Lukaku) besser zum Ballabnehmer und -verteiler in Position bringt. Doch eigentlich ist Belgien so spielstark, dass sie oft das System während eines Spiels durchbrechen und mit einem Dreiersturm agiert, der von de Bruyne und Co bedient wird. Wie man bei der WM auf Seiten Belgiens antritt, zeigt folgende Darstellung:

Belgien_wm_startformation