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Deutschland bei der WM2018 – Wetten und Details

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland wirft ihre Schatten voraus. Für die deutsche Elf von Trainer Jogi Löw geht es dabei um die „Mission: Titelverteidigung“. Unvergessen ist noch immer der Moment aus dem Jahr 2014, als Mario Götze „La Mannschaft“ zum ersten WM-Titel seit 1990 schoss.

Doch die Vergangenheit ist passé, es geht um das Hier und Jetzt. Eine der spannendsten Fragen ist dabei, wie die Mannschaft denn aussehen wird. Wie viele Weltmeister werden im Kader stehen? Könnte es Überraschungen in der Aufstellung geben? Und wo liegen eigentlich die Stärken, wie groß sind die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung? Fragen, die der folgende Text in Angriff nimmt. Doch vorher die wichtigste Frage nach den Quoten. So sehen die wichtigsten Quoten bei unserer Wettanbieter-Empfehlung aus!

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Die Stars des deutschen Nationalteams

Für ein erfolgreiches Team gilt der Leitfaden „Der Star ist die Mannschaft“ – in der Tat ist es so, dass du nur dann Weltmeister werden kannst, wenn die Mannschaft auch wirklich als eine solche auftritt. Das Kollektiv ist gefragt. Nichtsdestotrotz gibt es im Teilnehmerfeld der Fußball-Weltmeisterschafft auch Teams, die mit einem oder mehreren Stars aufwarten können. Auch die deutsche Mannschaft zählt dazu.

Einer der größten Stars steht im Tor – oder vielleicht doch nicht? Manuel Neuer, seines Zeichens mehrfacher Welttorhüter, ist aktuell nach einem Fußbruch noch außer Gefecht gesetzt. Bisher steht noch nicht zu 100 Prozent fest, ob er bis zur WM auch tatsächlich fit wird. Marc-André ter Stegen, die nominelle Nummer zwei, hat zwar noch nicht ganz die Ausstrahlung eines Manuel Neuers, ist aber beim großen FC Barcelona dank seiner Leistungen auf dem Weg zum Star-Spieler.

In der Abwehr sind Jerome Boateng und Mats Hummels absolute Topbesetzung. Beide sind beim großen FC Bayern München gesetzt und sollten auch bei der WM fest zum Abwehrverbund gehören. Mats und Jerome sind Spieler, die bereits nachgewiesen haben, dass sie auf allerhöchstem Niveau agieren können.

Mittelfeld & Angriff

Das Gleiche gilt im Mittelfeld der DFB-Elf für Toni Kroos. Der Mittelfeldspieler ist inzwischen bei den Königlichen von Real Madrid zu einer unverzichtbaren Größe geworden und ein Spieler von Weltklasseformat. Übersicht, Spielintelligenz und Stärken im Abschluss – was will man von einer intelligenten Schaltzentrale wie Toni mehr erwarten? Kämpferische Qualitäten bringt vor allem Sami Khedira mit. Ruhig und abgeklärt erledigt er seine defensiven Aufgaben inzwischen bei Juventus Turin.

Ebenfalls zu den Mittelfeld-Prunkstücken gehört Mesut Özil vom Arsenal FC. Der Techniker mit dem feinen Fuß zählt nicht nur zu den besten Akteuren der Gunners, sondern auch der gesamten Premier League. Özil hat den „Touch“ für den tödlichen Pass und versteht es, seine Mitspieler exzellent in Szene zu setzen.

Bei der WM 2014 zählten noch Miro Klose und mit Abstrichen Lukas Podolski (trotz weniger Einsatzminuten) dazu. Beide sind inzwischen aus der Nationalelf zurückgetreten, Klose hat gar seine aktive Karriere gänzlich beendet.

Am ehesten erfüllt aktuell Thomas Müller die Rolle eines international erfahrenen und gefürchteten Angreifers. Allerdings bleibt zu hoffen, dass der Bayern-Akteur besser auftritt, als dies noch bei der Europameisterschaft in Frankreich 2016 der Fall war. Damals war das gegnersiche Tor für Müller quasi wie vernagelt.

Leipzigs Angriffsturbo Timo Werner besitzt noch keinen weltweiten Star-Status. Auch Mario Gomez und Sandro Wagner, die beide um einen Platz im Sturm konkurrieren, erfüllen dieses Prädikat nicht wirklich. Deren Qualität schmälert dies aber auf keinen Fall – sie sind einfach noch nicht so bekannt, oder wie bei Gomez schon in einem höheren Alter.

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Stockfoto-ID: 68394673 Copyright: Celso Pupo

Die Stärken der DFB-Mannschaft

Eine der größten Stärken der deutschen Mannschaft ist die Ausgeglichenheit. Es gibt keinen Mannschaftsteil, der qualitativ abfällt. Bei anderen Team ist der Sturm das Prunkstück oder gar die Abwehr. Bei der DFB-Elf jedoch sind alle Mannschaftsteile ideal und mit Top-Leuten besetzt. Lediglich die Position des Linksverteidigers ist seit Jahren eine Art Blinddarmfortsatz der DFB-Elf.

Höwedes war bei der WM in Brasilien so etwas wie der Phoenix aus der Asche. Keiner hätte gedacht, dass der gelernte Innenverteidiger so stark als Außenverteidiger auftreten wird. Zuletzt spielte Kölns Hector auf Links, wird das wohl auch bei der WM in Russland übernehmen. Er spielt solide, wird vor allem für seine defensiven Qualitäten geschätzt. Offensiv ist sein Spiel mit Sicherheit noch ausbaufähig.

Unter Löw kann die deutsche Mannschaft spielerisch auf der ganzen Linie überzeugen. Das musste unter anderem die brasilianische Nationalmannschaft bei der deftigen 1:7-Klatsche im Halbfinale der WM 2014 schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Doch auch schon andere Teams kamen unter die Räder, wenn sie sich zu offensiv gegen Deutschland präsentierten.

Wer steht zwischen den deutschen Pfosten?

Eine Stärke, um die deutsche Mannschaften schon immer beneidet werden, ist die Tiefe auf der Position des Torhüters. Alle potenziellen WM-Kandidaten – angefangen von Neuer und ter Stegen bis hin zu Bernd Leno, Kevin Trapp oder aber auch Schalkes Ralf Fährmann und Kölns Timo Horn – wären bei einem Großteil der übrigen 31 WM-Teilnehmer aller Voraussicht nach die klare Nummer eins.

Bundestrainer Jogi Löw hat allerdings die „undankbare“ Aufgabe, aus dem großen Pool an deutschen Klasse-Keepern drei WM-Fahrer herauszupicken. Sollte Manuel Neuer rechtzeitig gesund werden und die Reise nach Russland antreten können, steht der weltbeste Torwart bei den Deutschen zwischen den Pfosten.

Neuers Spieleröffnung ist unerreicht, seine Reflexe herausragend. Doch selbst dann, wenn Neuer verletzungsbedingt fehlen sollte, wartet mit Marc-André ter Stegen ein junger Mann, der beim FC Barcelona trotz großer Namen wie Luis Suarez, Lionel Messi oder Gérard Piqué zu den absoluten Stützen und Stars der Mannschaft gehört.

Keeper ter Stegen glänzte sowohl in Liga als auch in der Champions League mit starken Paraden und großen Spielen. Zwar würden sich alle Beteiligten wünschen, dass Neuer rechtzeitig fit wird – Angst und Bange muss Mitspielern, Trainern und Fans aber nicht werden, sollte der Kapitän die WM verpassen. Derzeit hat Löw vier Jungs nominiert in den vorläufigen Kader: Neuer, ter Stegen, Leno und Trapp sind die Auserwählten. Für Neuer werden die beiden Spiele vor der WM die letzten Belastungstests, ob der Fuß wirklich hält.

System und Siegermentalität der Deutschen

Das System ist eine weitere Stärke im Team von Joachim Löw. Löw kann unter anderem in einem 4-2-3-1 spielen lassen, in dem beispielsweise ein Timo Werner die alleinige Sturmspitze ist. Aber auch andere Systeme sind denkbar. Die Stärke der deutschen Elf liegt auch dabei in der Vielseitigkeit. Je nach Spielsituation kann sie sich an Gegner und Gegebenheiten anpassen. Somit ist das Team nicht so leicht auszurechnen.

Die deutsche Mannschaft weiß, wie man gewinnt! Spätestens seit der WM 2014 weiß jeder, dass es wieder eine DFB-Elf gibt, die sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe und von ihrem Plan abbringen lässt. Löw hat es dabei in den letzten Jahren geschafft, eine gesunde Mischung aus Routine und Unbekümmertheit auf den Platz zu bringen. Dieses Selbstverständnis und der Glaube an die eigene Stärke sind ein großes Pfund, mit dem das Team wuchern kann.

Potenzielle Stars aus der deutschen Mannschaft

Nachdem wir in einem der vorherigen Abschnitte über die absoluten Stars der Mannschaft gesprochen haben, geht es nun darum, unser Augenmerk auf die Spieler zu legen, die sich im Turnierverlauf in den Vordergrund spielen könnten. Interessanterweise könnte dies auf einen Torhüter zutreffen: nämlich auf den bereits mehrfach erwähnten Marc-André ter Stegen.

Sollte Manuel Neuer tatsächlich ausfallen, dann könnte sich der ehemalige Gladbacher perfekt präsentieren. Parallelen zur WM 2010 sind hierbei unverkennbar. Damals schlug die Stunde von Manuel Neuer, nachdem die eigentliche Nummer eins, René Adler, wegen eines Rippenbruchs auf die WM verzichten musste.

In der Abwehr könnte Joshua Kimmich einen weiteren Schritt nach vorne machen und aus dem Schatten eines Jerome Boateng oder Mats Hummels treten. Kimmich hat als Ziel, absolute Stütze zu werden. Gerade seine offensiven Fertigkeiten sind beeindruckend, nur in der Rückwärtsbewegung ist er noch fehleranfällig.

In der Offensive gilt das Augenmerk einem Spieler, der bei den Fans vieler Bundesliga-Teams unten durch ist, bei der Nationalmannschaft aber gefeiert wird: Timo Werner! Der pfeilschnelle Stürmer von RB Leipzig polarisiert ligaintern spätestens seit seiner Schwalbe gegen den FC Schalke 04. Allerdings hat Werner in den letzten Jahren eindrucksvoll seine sportlichen Qualitäten unter Beweis gestellt und sollte genauer beobachtet werden.

Aber wer weiß, vielleicht wird es ja auch einer der so genannten „Unsung Heroes“, die bisher noch niemand auf der Liste hat. Potenzial hat der künftige Spieler des FC Bayern München, Leon Goretzka. Mit Schalke spielt er eine gute Saison und konnte sich nach dem Wechseltheater langsam wieder in seiner Leistung stabilisieren. Ein Kandidat wäre auch „Arbeitsbiene“ Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach gewesen, doch nun hat er sich leider verletzt und wird ausfallen!

Im DFB-Dress dreht der noch-Schalker regelmäßig auf. Leroy Sané ist bei ManCity gesetzt, wartet in der DFB-Elf aber noch auf seinen Durchbruch. Warum sollte dieser nicht bei der WM 2018 in Russland Realität werden? Eventuell wäre auch Serge Gnabry eine Überraschungs-Nominierung gewesen – doch wie Stindl hat auch Gnabry sich schwer verletzt und wird bis zur WM definitiv nicht mehr fit!

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Stockfoto-ID: 91003781 Copyright: Maxisports

Die Chancen Deutschlands in der WM Gruppe F

Natürlich geht Deutschland als der haushohe Favorit in die WM Gruppe F. Neben dem deutschen Team kämpfen dort auch noch die Mannschaften aus Schweden Korea und Mexiko um den Einzug ins Achtelfinale. Wie bereits erwähnt, ist Deutschland Favorit auf den Einzug ins Achtelfinale und auch auf den Gruppensieg. Den zweiten Platz dürften die Schweden und die Mexikaner unter sich ausmachen.

Es ist schwer zu sagen, welche Mannschaft hierbei die Nase vorn haben wird. Die Schweden können sich immerhin auf die Fahne schreiben, die Italiener in den Playoffs der WM-Qualifikation aus dem Rennen geworfen zu haben. An einem guten Tag können aber auch die Mexikaner überraschen.

Den Auftakt macht die deutsche Elf am 17. Juni gegen Mexiko – die ideale Gelegenheit, gleich im ersten Gruppenspiel ein Zeichen zu setzen. Im zweiten Spiel geht es am 23. Juni gegen die „Tre Kronors“ aus Schweden, während im letzten Gruppenspiel Korea auf Löw und Co. wartet. Letztere werden aller Voraussicht nach nicht über die Außenseiterrolle hinauskommen.

Unterm Strich sollte es also doch sehr überraschen, wenn die deutsche Nationalmannschaft nicht den Gruppensieg holt. Auf der anderen Seite gilt es aber auch, mit dem nötigen Respekt an die Aufgaben heranzugehen, um eine Blamage zu vermeiden.

Die Chancen im Turnier für Löws Elf

„Deutschland ist eine Turniermannschaft“ – wie oft haben wir alle diesen Satz schon gehört? In der Tat war es in der Vergangenheit häufig so, dass die DFB-Elf eine eher durchwachsene Gruppenphase hinlegte, um dann in der KO-Runde ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die WM 2002 in Japan und Südkorea. Spielerisch eher limitiert, zog man dennoch ins Finale ein, wo man sich letztendlich den Brasilianern geschlagen geben musste.

Wer die letzte WM noch im Kopf hat, wird sich an ebenfalls nicht gerade an überragende Gruppenspiele erinnern. Vielmehr sind die Partien gegen Frankreich, Brasilien und natürlich das Finale im Gedächtnis geblieben. Für das Kämpferherz der Truppe stand damals sinnbildlich der blutende Bastian Schweinsteiger, dem die robusten Argentinier doch arg zugesetzt hatte.

Aber Achtung: Wenn es ungünstig läuft, dann könnte Deutschland bereits um Achtelfinale auf Rekordweltmeister Brasilien treffen. Dies wäre dann der Fall, wenn Deutschland als Gruppensieger, aber Brasilien nur als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einzieht. Die gleiche Paarung ergibt sich natürlich auch, wenn Brasilien seine Gruppe gewinnt, Deutschland aber nur den zweiten Platz erreicht.

Fakt ist allerdings, dass man jeden Gegner schlagen muss, will man am Ende des Turniers die Trophäe für den Weltmeister in die Höhe stemmen. Wenn die deutsche Mannschaft ein ähnliches Level erreichen kann, wie sie es bei der WM 2014 in Brasilien geschafft hat, dann ist mit ihr auf jeden Fall zu rechnen.

Als amtierender Weltmeister zählen Löw und seine Truppe ohnehin zum engeren Kreis der Titelfavoriten. Und wenn wieder einmal alle Rädchen ineinandergreifen, dann könnte Deutschland tatsächlich als erste Mannschaft seit 1962 (Brasilien) seinen Titel erfolgreich verteidigen. Dieses Kunststück gelang übrigens in der WM-Geschichte ohnehin nur zweimal: eben 1962 den Brasilianern sowie 24 Jahre zuvor den Italienern. Die DFB-Elf hat also wiederum die Chance, Geschichte zu schreiben.

Voraussichtliche Startformation Deutschlands bei der WM

Die Frage nach der deutschen Formation stellt sich eigentlich nicht. Löw wird mit dem bekannten 4-2-3-1 spielen lassen, sodass der Stoßstürmer – wer immer das auch sein mag – sowohl Anpsielstation als auch Lückenreißer sein wird. Theoretisch ist auch eine Dreierkette defensiv möglich, wobei die Tests hier nie das Ergebnis geliefert haben, dass man sich vorgestellt hat. Somit wird Deutschland bei der WM sehr wahrscheinlich wie in folgender Darstellung zu sehen beginnen:

deutschland_wm_startformation

Der vorläufige WM-Kader Deutschlands

Löw hat den vorläufigen WM Kader Deutschlands bereits bekannt gegeben. Dieser wird bis zum Turnier von 27 auf 23 Spieler reduziert. In dieser Zeit finden neben intensiven Trainingseinheiten auch noch zwei Testspiele statt.

Tor: Manuel Neuer, Bernd Leno, Marc-André ter Stegen,  Kevin Trapp

Verteidigung: Jerome Boateng, Mats Hummels, Matthias Ginter, Jonas Hector, Joshua Kimmich, Marin Plattenhardt, Antonio Rüdiger, Niklas Süle, Jonathan Tah

Mittelfeld/Angriff: Mesut Özil, Julian Draxler, Julian Brandt, Nils Petersen, Leon Goretzka, Ilkay Gündogan, Sami Khedira, Mario Gomez, Toni Kroos, Thomas Müller, Marco Reus, Sebastian Rudy, Leroy Sané, Timo Werner

Überraschend nicht dabei sind Sandro Wagner und Sven Ulreich. Auch die Weltmeister von 2014 Höwedes, Schürrle, Mustafi, Kramer und Götze wurden nicht nominiert.