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Frankreich bei der WM2018 – Wetten und Details

Der Weltmeister aus dem Jahr 1998, die Elf aus Frankreich, bekommt es in der Gruppe C mit Peru, Dänemark und Australien zu tun. Keine Frage: Eine Fußballnation wie Frankreich sollte sich in dieser Gruppe behaupten können. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Im folgenden Text stellen wir die großen Stars des französischen Kaders einmal genauer vor.

Außerdem werfen wir einen Blick auf die Stärken, die Chancen aufs Weiterkommen sowie auf die allgemeinen Chancen nach der Gruppenphase. Zudem schauen wir darauf, welche Spieler der „Equipe Tricolore“ während der Weltmeisterschaft in Russland 2018 auf sich aufmerksam machen können.

Die Stars des französischen Teams

Der französische Fußball hat immer wieder große Stars herausgebracht. Dazu zählen unter anderem der große Michel Platini, Zinedine Zidane, Thierry Henry, Rekordspieler Lilian Thuram oder aber auch einen Mann, der nun für die Franzosen als Trainer an der Seitenlinie steht: Didier Deschamps.

Auch die aktuell französische Nationalmannschaft ist mit einigen Stars gespickt, die sich im Weltfußball bereits einen Namen gemacht haben. Dazu gehört beispielsweise Torhüter Hugo Lloris, der nicht nur in der Premier League (Tottenham Hotspur), sondern auch weltweit zu den Besten seines Fachs gehört. Vor ihm tummeln sich ebenfalls einige Stars der Szene.

In der Innenverteidigung dürften Laurent Koscielny (Arsenal) und Raphael Varane (Real Madrid) gesetzt sein. Aber auch Samuel Umtiti vom FC Barcelona erfüllt mittlerweile die Rolle eines Star-Spielers. In defensiven Mittelfeld gilt inzwischen N´Golo Kanté von Chelsea als Star. Der Mann, dessen Stern bei Leicester City aufging und der das defensive Mittelfeld wie kaum ein Zweiter beackert, ist aus dem Team von Deschamps nicht mehr wegzudenken.

Auch die übrigen Mittelfeldspieler haben es in sich. Bei Namen wie Paul Pogba (Manchester United), Blaise Matuidi (Juventus Turin) oder Corentin Tolisso (Bayern München) schnalzt jeder Fußball-Liebhaber mit der Zunge.

Und wenn man sich den Sturm ansieht, wird aus dem Schnalzen mit der Zunge ein regelrechtes Schwärmen. Kein Wunder, angesichts von absoluten Klassespielern wie Antoine Griezmann (Atletico), Olivier Giroud (Chelsea), Ousmane Dembélé (Barca), Alexandre Lacazette (Arsenal) und natürlich Kylian Mbappé (PSG).

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Stockfoto-ID: 68445592 Copyright: Celso Pupo

Die Stärken Frankreichs

Beim Blick auf den voraussichtlichen Kader der Franzosen fällt es fast schwer, einen einzelnen Mannschaftsteil herauszuheben. Egal, ob Tor, Abwehr, Mittelfeld oder Sturm – „Les Bleus“ sind überall mit Spielern von sehr großer Qualität gespickt – auch in der vermeintlich weiten Reihe. Am Ende des Tages könnte eben jene Ausgeglichenheit den Ausschlag für Erfolg geben.

Die Abwehr ist in der Lage, die gegnerischen Stürmer von eigenen Tor fernzuhalten. Und sollte dann etwas durchkommen, ist da schließlich noch der Ruhepol zwischen den Pfosten, Torhüter Hugo Lloris. Das Mittelfeld besteht aus Arbeitsbienen wie N´Golo Kanté und Blaise Matuidi, aber auch aus „feinen Füßchen“ und Offensivkräften wie Paul Pogba. Und dass man einen Sturm angesichts von Namen wie Mbappé, Dembélé, Giroud oder Lacazette eindeutig auf dem Zettel haben muss, leuchtet ein.

Trainer Didier Deschamps kann bei dieser WM aus einem nahezu unerschöpflichen Pool an Ausnahmespielern schöpfen. Interessant ist dabei, dass sich die Franzosen in der Qualifikation nicht nur klar gegen die Niederlande und Schweden durchsetzen konnten, sondern dass die Mannschaft auch noch sehr jung ist. Viele Spieler haben daher ihr absolutes Leistungshoch noch gar nicht erreicht.

Gleichzeitig jedoch sorgen „alte Hasen“ wie Lloris oder Matuidi für die richtige Balance und für eine entsprechende Hackordnung, in der sicherlich auch charakterlich womöglich schwierige Akteure wie Dembélé – die Fans von Borussia Dortmund dürften sich erinnern – ihren Platz finden werden.

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Taktik & Gruppendynamik

Bei dieser Mannschaft ist es auch nicht verwunderlich, dass Deschamps mit einer recht offensiven 4-3-3-Ausrichtung spielen könnte. Während Griezmann und Mbappé gesetzt sein dürften, wird der Kampf um die dritte Position im Angriff sehr heiß. Und wie wir alle wissen, belebt Konkurrenz das Geschäft.

Allerdings haben die Franzosen in der Vergangenheit schon einmal gezeigt, dass intern eine Menge in die Hose gehen kann. Unvergessen das Zerwürfnis einiger Spieler mit dem damaligen Trainer Raymond Domenech bei der WM 2010 in Südafrika. Unter Deschamps allerdings blieb es bislang weitestgehend ruhig.

Die potenziellen Stars der Équipe Tricolore

Angesichts des ohnehin schon mit Superstars gespickten Teams darf man sich dennoch die Frage nach potenziellen Stars stellen. Ironischerweise sind einige der aufstrebenden Talente bereits jetzt Superstars. Natürlich zählt dazu ein Spieler wie Kylian Mbappé, für den die Weltmeisterschaft in Russland das erste große Turnier werden wird. Mbappé debütierte im März 2017 gegen Luxemburg und wurde somit der jüngste Nationalspieler seit 62 Jahren. Der Stern des 19-Jährigen ist schon längst aufgegangen und könnte nach der WM sogar noch heller strahlen.

Ähnliches gilt für Ousmane Dembélé, der nach langer Verletzungspause nun beim FC Barcelona offenbar Fuß gefasst hat. Allerdings machte sich Dembélé im vergangenen Sommer nicht gerade viele Freunde, als er seinen Wechsel von Borussia Dortmund zu den Katalanen regelrecht erstreikte. Somit darf man sicherlich die eine oder andere Frage nach dem Charakter stellen, was aber die sportlichen Fähigkeiten Dembélés nicht schmälert.

Auch im Tor steht ein potenzieller Star – beziehungsweise sitzt er auf der Bank. An Hugo Lloris ist zwar aktuell kein Vorbeikommen – sollte sich der erfahrene Schlussmann allerdings verletzen, dann könnte die Stunde von Alphonse Areola von Paris Saint Germain schlagen. Denn Areola gilt als Frankreichs Torhüter der Zukunft und hat bei PSG mit Kevin Trapp nicht zuletzt einen deutschen Nationaltorhüter und aussichtsreichen WM-Kandidaten auf die Bank verdrängt.

Weitere Spieler, die noch blutjung sind und eine Chance bei der WM bekommen werden, sich allen zu zeigen, sind beispielsweise Martial von den Red Devils und Marseilles Thauvin. Gerade Thauvin ist in Europa den Fans noch nicht so bekannt – den Scouting-Abteilungen der großen Klubs hingegen schon.

Gleiches trifft auch auf Linksaußen Lemar zu. Derzeit spielt er beim AS Monaco, hat mit Martial direkte Jungspund-Konkurrenz um die gleiche Position. Vorteil Lemar: Im Gegensatz zu Martial ist er mehr Vorbereiter als Angreifer, hat technisch etwas mehr Dynamik zu bieten. Und, ganz essentiell: Mehr Spielzeit in der Liga kann Lemar auch vorweisen.

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Die Chancen Frankreichs in der WM Gruppe C

Frankreich gilt nicht nur als glasklarer Favorit der WM Gruppe C, sondern wird auch als einer der heißesten Anwärter auf den WM-Titel gehandelt. Kein Wunder also, dass man von „Les Bleus“ den souveränen Einzug in das Achtelfinale erwartet. Angesichts der Konkurrenz in der Gruppe ist dieses Ziel keinesfalls überheblich oder zu hoch gegriffen.

In der Gruppe C spielen neben den Franzosen noch Peru, Dänemark und Australien. Gerade die Dänen sind keine Laufkundschaft, dürften den Franzosen unter normalen Umständen aber nicht wirklich gefährlich werden. Das „Danish Dynamite“ ist allerdings ein ernstzunehmender Kandidat auf den zweiten Platz in der Gruppe C. Australien wird hierbei sicherlich auch ein Wörtchen mitreden wollen, während Peru sicherlich eher als krasser Außenseiter der Gruppe zu sehen ist. Kampflos werden aber auch sie sich nicht ihrem Schicksal ergeben.

Das erste Spiel bestreiten die Franzosen am 16. Juni in der Kasan-Arena gegen Australien. Das zweite Gruppenspiel steigt fünf Tage später in der Jekaterinburg-Arena gegen Peru. Am 26. Juni folgt der Abschluss der Gruppenphase im Luzhniki-Stadion gegen Dänemark. Eine durchaus brisante Partie.

Sollten die Franzosen zu diesem Zeitpunkt bereits „durch“ sein, könnten vielleicht auch einige Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance erhalten. Aber machen wir uns nichts vor: Auch der „zweite Anzug“ der Franzosen sitzt, erfüllt noch immer höchste Ansprüche und ist mit Weltklasse-Akteuren gespickt.

Frankreichs Chancen im Turnier

Wie wir bereits in einem der vorangegangenen Abschnitte erklärt haben, zählt Frankreich zu den größten Favoriten auf den WM-Titel. Und ja, in der Tat, wer über eine Vielzahl von Spielern der Güteklasse A verfügt, der darf ruhig den WM-Titel als Ziel ausgeben. Allerdings hat die Losfee offensichtlich ein Faible für KO-Spiele, in denen bereits früh einige Favoriten aufeinandertreffen könnten.

Die Franzosen müssen sich im Achtelfinale entweder mit dem Erstplatzierten oder mit dem Zweitplatzierten der Gruppe D auseinandersetzen. Und bei der Gruppe D handelt es sich pikanterweise um die „Todesgruppe“ bestehend aus Argentinien, Kroatien, Nigeria und Island. Im ungünstigsten Fall könnte es also bereits im Achtelfinale zum Duell zweier Schwergewichte kommen: Frankreich gegen Argentinien! Für die Fans ein Leckerbissen, für die Teams ein mittlerer Albtraum.

Ein ähnliches Szenario gibt es bereits in den Gruppen E und F. Dort könnten mit Deutschland und Brasilien ebenfalls zwei Weltklasse-Teams früh aufeinandertreffen. Wer allerdings Weltmeister werden und den begehrten Pokal in die Höhe stemmen will, muss jeden Gegner schlagen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen vermeintlichen Underdog oder um einen weiteren Favoriten handelt. Eine WM ist schließlich kein Wunschkonzert. Das gilt auch für einen der größten Anwärter auf den Titel: Frankreich!

Die voraussichtliche WM-Startformation der Franzosen:

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