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WM Gruppe F – Losglück für Löw, oder doch Knallergegner?

In der deutschen Gruppe, der WM Gruppe F, geht der Titelverteidiger natürlich als großer Favorit ins Rennen. Kein Wunder, wenn man sich den Weg von „La Mannschaft“ durch die Qualifikation anschaut. Aber Vorsicht: Die anderen Mannschaften sind nicht zu unterschätzen und würden dem Weltmeister nur allzu gern ein Bein stellen: Die Rede ist von den Teams aus Südkorea, Mexiko und Schweden.

Im Normalfall führt der Weg natürlich nur über Weltmeister Deutschland, doch die anderen Mannschaften sind wahrlich keine Laufkundschaft. Der Kampf um Rang zwei dürfte besonders spannend werden. Wie die vier Teams dieser Gruppe aufgestellt sind und wie unsere Prognose ausschaut, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten.

Vom Jäger zum Gejagten

Wer als amtierender Titelträger ins Rennen geht, muss sich wohl oder übel damit abfinden, sich in der Rolle des Gejagten zu befinden. So wird es der deutschen Mannschaft ergehen, die natürlich wieder als einer der größten Favoriten ins Turnier geht. Dementsprechend liegt Deutschland auch bei den Buchmachern vorne.

Nichtsdestotrotz ist die deutsche Elf nicht ohne Sorgen. Die wohl größte Frage für Bundestrainer Jogi Löw, das Team sowie die Fans: Wird Welttorhüter Manuel Neuer rechtzeitig fit? Der Keeper des FC Bayern München ist bereits seit Monaten wegen eines gebrochenen Fußes außer Gefecht. Ein Umstand, der durchaus für die eine oder andere Sorgenfalte verantwortlich ist. Die deutsche Elf hat aber selbst im Worst-Case-Szenario mit Marc-Andre Ter Stegen einen Weltklassemann in der Hinterhand.

Ter Stegen spielt beim ruhmreichen FC Barcelona eine bärenstarke Saison und ist dort unumstritten – wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Zwar waren Ter Stegens Auftritte im DFB-Dress bislang eher unglücklich, doch im Fall der Fälle wäre er sicher gewappnet.

Beim Rest der Mannschaft hat Löw die Qual der Wahl, der Konkurrenzkampf ist in vollem Gange. In der Abwehr dürfte allerdings ein Akteur aus der Weltmeistermannschaft von 2014 fehlen: Benedikt Höwedes. Der ehemalige Schalker – an Juventus Turin ausgeliehen – ist weiter vom Verletzungspech verfolgt und kommt auch bei der „alten Dame“ nicht richtig in Tritt. Für die WM wird es womöglich nicht reichen.

Spieler wie Mats Hummels oder Jerome Boateng sind dagegen gesetzt und wichtige Bausteine. Das Gleiche gilt im Mittelfeld für Mesut Özil oder Toni Kroos, während im Sturm lediglich Timo Werner gesetzt scheint. Aktuell läuft es offenbar auf einen Zweikampf zwischen Sandro Wagner und Mario Gomez hinaus. Insgesamt bleibt abzuwarten, wie viele Spieler aus der siegreichen Confed-Cup-Mannschaft den Sprung in den endgültigen WM-Kader schaffen werden.

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Mexiko und Schweden in der Verfolgerrolle

Auf dem Papier scheinen die Schweden und die Mexikaner die ärgsten Verfolger der deutschen Elf zu sein. Eine Wette, wer von diesen beiden Teams auf Platz zwei in der Gruppe landet, könnte sich lohnen. Die Schweden können sich immerhin auf die Fahnen schreiben, den Weltmeister von 2006, Italien, in den Playoffs aus der WM-Quali gekickt zu haben. Der Leipziger Emil Forsberg ist einer der Schlüsselspieler.

Und wenn es um Schweden geht, dann darf der große Zlatan Ibrahimovic nicht fehlen. Moment: Ist eben jener Zlatan nach der verkorksten EM 2016 nicht aus der Elf der Tre Kronors zurückgetreten? Eigentlich schon, doch zuletzt befeuerte der Neu-LA-Galaxy-Spieler selbst eine Rückkehr. Wir werden wohl erst bei der Verkündung des endgültigen Kaders wissen, ob es zu einer Rückkehr kommt. Allerdings hat Schweden die Italiener auch ohne Zlatan aus der Quali geworfen.

Ebenfalls keine Laufkundschaft sind die Mexikaner. Die bekanntesten Namen im Team von Trainer Juan Carlos Osorio sind Hector Moreno (AS Rom), Diego Reyes und allen voran „die kleine Erbse“, der Ex-Leverkusener Chicharito. Aber auch Torhüter Guillermo Ochoa von Standard Lüttich dürfte den Fußball-Fans von der letzten WM in Brasilien noch ein Begriff sein. Der Keeper brachte seinerzeit die Gegner mit tollen Paraden schier zur Verzweiflung und stand danach bei einigen Vereinen auf dem Zettel.

Eventuell schlägt auch die Stunde von Talent Hirving Lozano von der PSV Eindhoven, der unter Osorio einen guten Stand zu haben scheint. Und wer weiß, vielleicht kann sich ja mit Jürgen Damm sogar ein Deutsch-Mexikaner in den Kader und in den Fokus spielen.

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War da nicht mal was mit Südkorea?

Das denkwürdigste Spiel der deutschen Elf gegen Südkorea war wohl seinerzeit das Halbfinale bei der WM 2002 in Japan und Südkorea. Der damalige Gastgeber überzeugte als lauf- und kampfstarke Truppe, die vielen Gegner das Leben schwermachte. „Capitano“ Michael Ballack opferte sich einst für die Mannschaft und kassierte eine Gelbe Karte, die ihn das Finale gegen Brasilien kostete.

Die Frage wird sein, was die Koreaner diesmal noch zu bieten haben. Es deutet alles darauf hin, dass sie als krasser Außenseiter der Gruppe in das Turnier starten werden. Die Qualität der Südkoreaner dürfte bei diesem Turnier nicht allzu hoch sein. Sung-Yong Ki (Swansea City), Ja Cheol Koo, Dong-Won Ji (beide FC Augsburg) und Heung-Ming Son sind dabei die bekanntesten Namen. In der Summe womöglich zu wenig, um den drei anderen Teams ernsthaft gefährlich werden zu können.

Die Prognose der WM Gruppe F

Will man Wetten auf die Gruppe F bei der Fußball-WM 2018 in Russland platzieren, so wird der Kampf um den zweiten Platz mit Sicherheit sehr interessant werden. Der erste Rang scheint bereits klar an die die DFB-Elf vergeben. Dahinter kämpfen voraussichtlich Schweden und Mexiko um den zweiten Platz, der zum Einzug ins Achtelfinale berechtigt. Die Südkoreaner dürften wohl nur eine Außenseiterrolle spielen und könnten allenfalls den Spielverderber geben.

Wetten lohnen sich fast nur zum Kampf um den zweiten Achtelfinalplatz. Der erste Rang scheint klar an Deutschland vergeben – selbst dann, wenn Manuel Neuer nicht mehr rechtzeitig fit wird. Die Schweden könnten den Rückenwind aus der WM-Quali nutzen, bei der man immerhin Italien rauswarf.
Unser Tipp: Deutschland und Schweden ziehen ins Achtelfinale ein!