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Japan bei der WM2018 – Wetten und Details

Die Japaner sind seit dem Ende der 90er Jahre ein ständiger Gast bei Fußball-Weltmeisterschaften. Allerdings ließen die letzten Auftritte, trotz gelungener Qualifikation, nicht gerade Grund für Optimismus. Hinzu kommen noch interne Querelen. Der bosnische Trainer in Diensten der Japaner, Vahid Halilhodžić, wurde unlängst entlassen und durch Akira Nishino ersetzt. Eine recht undurchsichtige und für Außenstehende unverständliche Personalie.

Wie viel Einfluss wird sie auf die Leistungen der „Samurai Blue“ aber haben? In der Gruppe H hängen die Trauben so oder so sehr hoch. Zu den Gegnern zählen nämlich Polen, der Senegal und Kolumbien. Den Japanern wird höchstens eine kleine Außenseiterchance eingeräumt. Wir haben uns dieser Chancen ebenso angenommen wie einiger Spieler des japanischen Kaders.

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Stockfoto-ID: 222533440 Copyright: BOLDG

Die Stars des japanischen Teams

Einer der größten Stars der Mannschaft – wenn nicht gar der größte Star – ist Shinji Kagawa von Borussia Dortmund. Der 29-jährige offensive Mittelfeldspieler war zuletzt bei den Westfalen auch nicht immer gesetzt kann bislang – wie der komplette Verein – nicht gerade auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken. Immerhin brachte es Kagawa noch auf einige Torbeteiligungen. Mit einem Marktwert von etwa 13 Millionen Euro ist Kagawa auch der mit Abstand wertvollste Spieler im Team von Neu-Trainer Akira Nishino.

Die Stärken Japans

Die Japaner können auf eine gesunde Mischung in allen Mannschachtsteilen als große Stärke bauen. Im Team der Japaner finden sich viele Spieler aus europäischen Top-Ligen, nicht zuletzt auch aus Deutschland. Kagawa ist bei Weitem nicht der einzige Akteur aus der Bundesliga, der auf den WM-Zug aufspringen könnte.

Natürlich bringen gerade Spieler vom Schlage eines Makoto Hasebe von Eintracht Frankfurt, Yuya Osako (Köln) oder Gotoku Sakai (HSV) eine Menge Erfahrung mit. Laufbereitschaft und Einsatzwille sind Tugenden, die bei japanischen Teams schon immer vorhanden waren und wohl auch diesmal zum Tragen kommen werden.

Potenzielle Stars im japanischen Kader

Ein Spieler, auf den es zu achten gilt, ist Shoya Nakajima. Der 23-Jährige spielt bei Portimonense in der ersten portugiesischen Liga – und das sogar recht erfolgreich. Er zählt zu den Top-Torschützen des Teams und könnte sich mit einer guten WM sicherlich weiter ins Rampenlicht stellen.

Das Gleiche gilt auch für Yuya Kubo. Der 24-Jährige steht in der höchsten belgischen Liga, der Jupiler Pro League, bei KAA Gent unter Vertrag. Er stand in dieser Saison mehr als 25 Mal in der Startelf und gehört dort zu den Leistungsträgern und Top-Torschützen. Auch er ist ein Spieler, der bei der WM nachhaltig Werbung in eigener Sache betreiben kann.

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Die Chancen Japans in der WM Gruppe H

Die Japaner haben keine leichte Gruppe erwischt. Wenn alles „normal“ läuft, dann gehen die beiden ersten Plätze der Gruppe an die Polen und Kolumbien. Japan dürfte sich mit den Senegalesen um den dritten Platz der Gruppe streiten. Soweit also das Papier. Aber wer weiß, wenn die Japaner vielleicht einen Lauf bekommen und gleich im ersten Spiel am 19. Juni mit Kolumbien einen der Gruppenfavoriten besiegt, könnte sich die Gruppe in eine ganz andere Richtung bewegen.

Das zweite Spiel gegen den Senegal am 24. Juni hätte in diesem Fall möglicherweise schon so etwas wie Endspielcharakter – für beide Mannschaften. Zum Abschluss der Gruppenphase warten am 28. Juni Robert Lewandowski und die Polen.

Man muss natürlich abwarten, wie die Japaner die Querelen rund um den doch etwas überraschenden Trainerwechsel verdaut haben. Im Normalfall dürfte in der Gruppe nur der dritte oder vierte Rang herausspringen, da Polen und Kolumbien möglicherweise die beiden ersten Plätze unter sich ausmachen werden. Aber da das Leben bekanntlich kein Konjunktiv ist, bleibt es auch in der Gruppe spannend.

Die voraussichtliche Aufstellung Japans bei der WM

Die Japaner spielen klassischerweise ein 4-3-3, das aber oft auf ein 4-4-2 umgestellt wird. Wichtig ist die strukturelle Geradlinigkeit, mit welcher Japan versucht, die vergleichsweise kleinen Angreifer in Szene zu setzen. Zur klaren Systemtreue Japans passt auch, dass das 4-3-3 defensiv ausgelegt ist. Damit will man einer zu blinden Sturmphase entgegenwirken. Wie sich Japan bei der WM zeigen wird, ist in der folgenden Darstellung zu sehen:

Japan_WM_startformation