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Kolumbien bei der WM2018 – Wetten und Details

Das Team aus Kolumbien war in der Vergangenheit für den einen oder andere exzentrischen Spieler bekannt. Zwei der bekanntesten Spieler aus den „wilden 90ern“ sind wahrscheinlich Lockenkopf Carlos Valderrama und der mitunter als ein wenig „verrückt“ geltende Torhüter Rene Higuita. Solche Charaktere sind zwar nicht mehr vorhanden – dennoch verfügt die Mannschaft über den einen oder anderen Star von Format.

Bei der diesjährigen WM in Russland treffen die Kolumbianer in der Gruppe H auf die Teams aus Polen, dem Senegal und Japan. Gemeinsam mit den Polen gelten sie als Favorit auf den Einzug ins Achtelfinale. In den nächsten Zeilen stellen wir sowohl einige Stars als auch andere Spieler vor, auf die man bei der WM ein Auge haben sollte. Ferner werfen wir einen Blick auf die Gruppenspiele sowie die Chancen der Kolumbianer.

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Stockfoto-ID: 222533413 Copyright: BOLDG

Die Stars des kolumbianischen Teams

Den wohl größten Star der Liga können die Fans in der Bundesliga bestaunen. Es handelt sich um James Rodriguez, der von Real Madrid an den FC Bayern ausgeliehen wurde. Der offensive Mittelfeldspieler gewann bei den letzten Titelkämpfen in Brasilien den goldenen Schuh als bester Torschütze und glänze in dieser Saison bei den Bayern vor allem als exzellenter Vorbereiter. In der WM-Qualifikation steuerte er sechs Treffer bei und hatte somit einen großen Anteil daran, dass sich „Los Cafeteros“ für die Titelkämpfe in Russland qualifizieren konnten.

Ebenfalls zu den Stars der Mannschaft gehört Juan Cuadrado. Der Rechtsaußen, der auch zentral im Sturm eingesetzt werden kann, steht bei Juventus Turin unter Vertrag und kann dort seinerseits auf einige Torbeteiligungen zurückblicken. Das gilt sowohl für die Serie A als auch für die Champions League. Cuadrado dürfte im Mittelfeld der Cafeteros gemeinsam mit Rodriguez auf jeden Fall gesetzt sein.

Der Superstar im Sturm ist Radamel Falcao, der bei der AS Monaco in der französischen Ligue 1 spielt. Dort zählt er selbstverständlich zum Stammpersonal und traf zweistellig. In der Champions League steuerte er in fünf Spielen drei Treffer bei. In der WM-Qualifikation beförderte er den Ball nur zweimal in das gegnerische Gehäuse.

Allerdings muss man dabei bedenken, dass er bei zehn der insgesamt 18 Quali-Spiele nicht im Kader stand, unter anderem wegen einer Gehirnerschütterung und einer Oberschenkelverletzung. Nichtsdestotrotz ist er aus dem Sturm der Kolumbianer nicht wegzudenken.

Die Stärken Kolunbiens

Die Mannen des argentinischen Trainers Jose Pekerman präsentieren sich sehr ausgeglichen. Im Tor steht mit David Ospina ein erfahrener Keeper, der in der Quali überzeugen konnte. Jedoch fehlt ihm die Spielpraxis, da er beim Arsenal FC meist hinter Petr Cech den Kürzeren zieht. Allerdings kam er in der Europa League auf acht Einsätze.

In der Abwehr ist Santiago Arias ein interessanter Mann, auf den wir später noch einmal genauer eingehen werden. Das Mittelfeld mit James Rodriguez und Juan Cuadrado exzellent besetzt. Im Sturm gilt das Gleiche, denn Radamel Falcao und Carlos Bacca sind ebenfalls über jeden Zweifel erhaben.

Potenzielle Stars im kolumbianischen Kader

Über Falcao, Cuadrado und Rodriguez spricht jeder, wenn es um die Mannschaft Kolumbiens geht. In der Abwehr steht mit dem 26-Jährigen Santiago Arias aber ein Mann, der sich bei der PSV Eindhoven in der niederländischen Eredivisie inzwischen einen Namen gemacht hat.

Der Rechtsverteidiger stand fast ausnahmslos in der Startelf und setzte mit einigen Torbeteiligungen auch offensiv Akzente. Arias ist zweifelsohne einer der Spieler, die sich bei der WM für höhere Aufgaben empfehlen können.

Im Sturm hängt natürlich viel an Radamel Falcao. Doch aufgepasst auf Carlos Bacca! Der Stürmer, der auf Leihbasis in Diensten des FC Villarreal in La Liga in Spanien steht, traf in dieser Saison bereits zweistellig und legte auch einige Tore für seine Kollegen auf. Sollte Falcao schwächeln, ist Bacca sicher gefragt.

Im Tor steht der bereits erwähnte David Ospina. Für ihn könnte die WM ebenfalls eine gute Bühne sein. Zwar spielt er in der Premier League beim Arsenal FC, steht dort aber bekannterweise im Schatten eines gewissen Petr Cech. Mit ordentlichen Leistungen könnte auch Ospina eine gute Bewerbung auf einen Nummer-Eins-Job abgeben.

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Die Chancen Kolumbiens in der WM Gruppe H

In der WM Gruppe H gilt Kolumbien gemeinsam mit den Polen um Robert Lewandowski als großer Favorit auf den Einzug in das Achtelfinale – und das mit Recht. Im Vergleich mit den Japanern oder aber den Senegalesen scheinen die Kolumbianer über mehr Klasse und Star Power zu verfügen. Ein sanftes Ruhekissen ist das aber trotzdem nicht, denn an einem guten Tag können die Senegalesen oder Japaner durchaus einen Coup landen. Davor müssen sich auch die Polen in Acht nehmen.

In der Gruppenphase bildet die Partie gegen Japan am 19. Juni den Auftakt. Am 24. Juni kommt es zum möglichen Gipfeltreffen mit den Polen, den Abschluss bildet das Spiel gegen den Senegal am 28. Juni. Bei normalem Verlauf ist davon auszugehen, dass sich die Cafeteros gemeinsam mit den Polen durchsetzen und die Runde der letzten 16 erreichen werden.

Die Chancen der kolumbianischen Nationalmannschaft im Turnier

Das Achtelfinale hält möglicherweise gleich zwei Geheimfavoriten auf den Titel parat: England und Belgien. Die beiden Teams spielen in der Gruppe G. Schließt Kolumbien seine Gruppe auf dem ersten Platz ab, geht es gegen den Zweitplatzierten. Schließen sie selbst als Zweiter ab, wartet der Erstplatzierte der Gruppe G. In jedem Fall sollte – sofern es zu keinen großen Überraschungen kommt – Belgien oder England in der Runde der letzten 16 warten. Diese beiden Teams wiederum scheinen auf dem Papier stärker als die Kolumbianer, so dass die Reise eventuell schon im Achtelfinale endet.

Die voraussichtliche Aufstellung Kolumbiens bei der WM

Die taktische Ausrichtung ähnelt wie beispielsweise bei Deutschland einem 4-2-3-1. Durch die variablen Außenspieler kann Kolumbien viel Druck bei Kontern aufbauen, doch auch gegen defensive Teams ist man durch Rodríguez absolut gefährlich. Sollte beispielsweise Cardona nicht den Vorzug auf Links erhalten, könnte Muriel als hängende Spitze von Außen in die Mitte stoßen. Dann hätte man es mit einer Art 4-1-3-2 zu tun. Bei der WM wird Kolumbien wie folgt beginnen:

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