Skip to main content

Russland bei der WM2018 – Wetten und Details

Auf den Gastgeber sind bei einer Fußball-Weltmeisterschaft immer sehr viele Augen gerichtet. Mal ist es Druck, mal angenehme Aufmerksamkeit. Um was es sich dabei bei der russischen Mannschaft handelt, ist noch nicht ganz klar. Denn auch das Leistungsvermögen ist mangels Qualifikation nicht klar. Die Auftritte in der Vorbereitung machen jedenfalls nicht sonderlich viel Mut.

Das Team spielt in der WM Gruppe A mit Ägypten, Uruguay und Saudi-Arabien. Auf dem Papier scheint die Sache klar: Russland zieht mit Uruguay ins Achtelfinale ein. Aber auf den zweiten Blick ist die Angelegenheit doch nicht ganz so klar. In den nächsten Zeilen schauen wir uns den russischen Kader einmal ein wenig genauer an und erklären, warum Uruguay, vor allem aber auch die Ägypter zum Stolperstein für den Ausrichter der diesjährigen Fußball-WM werden könnten.

Wette
Unibet Bonus
Wetten
Bet at home Bonus
Wetten
William Hill Bonus
Wetten
1.Gruppe
2,80
2,85
2,80
Top3
8,00
11,00
Weltmeister
41,00
40,00
51,00

Die Stars der Sbornaja

Das Problem des russischen Teams ist, dass es aus europäischer Sicht eigentlich gar keine richtigen Stars gibt. Der aktuelle Trainer, Stanislaw Tschertschessow ist manch einem passionierten Fan sicherlich bekannt. Der ehemalige Torhüter von Dynamo Dresden hat wahrlich keine leichte Aufgabe. Schließlich mussten seine Schützlinge keine Quali spielen und wissen so im Grunde genommen gar nicht, wo sie eigentlich genau stehen.

Was Stars angeht, so ist zumindest in Bezug auf den Marktwert (16 Millionen) der eingebürgerte Brasilianer Mario Fernandes in dieser Kategorie anzusiedeln. Der 27-Jährige, der unter Carlos Dunga sogar für die Selecao debütierte, erhielt 2016 einen russischen Pass und könnte eventuell noch auf den WM-Zug aufspringen.

Dieser Traum ist für Aleksandr Kokorin geplatzt. Der Stürmer zog sich im Spiel gegen RB Leipzig einen Kreuzbandriss zu wird die WM aller Voraussicht nach verpassen. Kreuzbandrisse verfolgen die Spieler der russischen Mannschaft im Vorfeld der WM ohnehin. Neben Kokorin hat es auch Giorgi Jikia und Viktor Vasin erwischt. Beide werden wegen dieser Verletzung die Teilnahme an der WM im eigenen Land verpassen. Zumindest Vasin wäre wohl im Abwehrverbund gesetzt gewesen. Unter anderem Roman Neustädter kann die Lücke füllen und die Position des Innenverteidigers übernehmen.

Zu den Stars des Teams zählen auf jeden Fall Kapitän Akinfeev, der das Tor sauberhalten soll. Mit seiner internationalen Erfahrungen gilt er als zentrale Stütze des Teams. Weitere wichtige Protagonisten im Kader sind Smolov, Dzagoev und Glushakov. Alle drei verfügen über viel Expertise auf Europas Bühne und werden die Stützen sein, um junge aufstrebende Kicker richtig zu integrieren.

Die Stärken des russischen Nationalteams

Das russische Team zählt bislang zu den großen Unbekannten. Dadurch, dass die Sbornaja als Gastgeber nicht durch die Mühlen der Qualifikation musste, fällt es schwer, die Stärken und Schwächen genau aufzudröseln. Was allerdings in den Vorbereitungsspielen aufgefallen ist: die Mannschaft bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm, wirkte langsam, behäbig und trieb somit dem einen oder anderen Fan sicherlich Sorgenfalten auf die Stirn.

Im Tor jedoch ist Igor Akinfeev eine feste Größe. Der Keeper ist international erfahren, verfügt über gute Reflexe, schießt aber auch ab und an einmal einen Bock. Mit Andrey Lunev steht ein starker zweiter Mann bereit, der aber für die WM ausschließlich als Backup fungieren wird. Hier herrscht also nicht der Konkurrenzkampf, den man sich vorstellen würde, um wirklich Topleistungen zu erhalten.

Es bleibt abzuwarten, wie die russische Nationalmannschaft die aufgezählten Ausfälle verkraftet und wie gut beispielsweise der eine oder andere Legionär auftrumpfen wird. Der Sturm hätte mit dem wiedererstarkten Aleksandr Kokorin sicherlich an Durchschlagskraft gewonnen, doch durch dessen Kreuzbandriss wird die Last nun wohl Fedor Smolov vom FK Krasnodar aufgebürdet.

wmanalyse_akinfeev

Stockfoto-ID: 46272571 Copyright: Paha_L

Potenzielle Stars der Russen

Zwar hat der russische Fußballverband die Bemühungen intensiviert, auch die Jugend entsprechend zu fördern, doch aktuell profitiert die Nationalmannschaft davon noch nicht wirklich. Einer der Shooting-Stars könnte jedoch Aleksandr Golovin werden, der bei ZSKA Moskau im Mittelfeld zum Stamm gehört. Der 22-Jährige kam auch in mehreren Spielen der Europa League zum Einsatz. Um bei der WM wirklich glänzen zu können, muss Golovin allerdings noch eine Schippe drauflegen.

Neben Golovin lohnt auch ein Blick auf Miranchuk, der mit seinen 22 Jahren in bestem Entwicklungsalter ist. Zumindest, wenn man im Blick behält, dass nach der WM der Zwang, in Russland zu spielen, verschwindet.

Was wir damit meinen: Der russische Verband hat mit Druck der Regierung so gut wie alle Spieler Jahre vor der WM in die heimische Liga berufen. Wer auf ein Ticket in Russland hoffen will, musste quasi gezwungener Maßen in Russland kicken. Das Ziel ist dabei, auf der einen Seite die Qualität in der Liga zu stärken. Auf der anderen Seite wollte man die Stars wieder da haben, wo sie den Fans am nahesten sind. Nach der WM könnte dann der große “Sell Out” stattfinden – heißt: Talente und Stars wandern wieder ab und suchen in Europas Topligen ihr Glück.

Die Chancen Russlands in der WM Gruppe A

Für die zahlreichen Fußball-Fans ist die WM Gruppe A überaus interessant. Eine der größten Fragen dürfte sein, ob es dem Gastgeber gelingen wird, die Runde der letzten 16 zu erreichen. Auf den ersten Blick schaut es angesichts der eigentlichen Außenseiter aus Ägypten und Saudi-Arabien gar nicht einmal so schlecht aus.

Allerdings waren die Auftritte der Russen bislang dürftig bis schlecht. In WM-Form sind sie wahrlich noch nicht. Uruguay ist in der Gruppe der größte Favorit auf den Gruppensieg. Dahinter wird sich Russland aller Voraussicht nach mit Ägypten um den zweiten Platz, der zum Einzug ins Achtelfinale berechtigt, streiten.

Die Ägypter sind zwar Außenseiter, haben jedoch einige gefährliche Spieler in ihren Reihen. Mo Salah vom Liverpool FC sticht hierbei natürlich heraus. Keine Rolle bei der Vergabe der ersten beiden Plätze spielt das Team von Saudi-Arabien.

Das erste Spiel steigt für den Gastgeber am 14. Juni im Luzhniki-Stadion gegen eben jene Saudis. Im Idealfall das perfekte Spiel, um Selbstvertrauen zu tanken. Das zweite Spiel fünf Tage später könnte bereits Endspielcharakter besitzen. Dann geht es nämlich im St-Petersburg-Stadion gegen die Pharaonen aus Ägypten. Mit einem Sieg – vorausgesetzt das erste Spiel gegen Saudi-Arabien wird ebenfalls siegreich gestaltet – könnten die Russen bereits das Ticket fürs Achtelfinale buchen. Das letzte Gruppenspiel steigt am 25. Juni gegen die Auswahl Uruguays.

Die Chancen der Sbornaja im Turnier

Gehen wir einmal davon aus, dass es der Gastgeber tatsächlich ins Achtelfinale schafft: Dann wartet dort wahrscheinlich entweder Spanien oder Portugal, die ihrerseits als die großen Favoriten in der Gruppe B gelten. Somit würden die Russen also entweder auf den amtieren Europameister oder auf den Weltmeister von 2010 und den Europameister von 2008 und 2012 treffen.

Beide Teams wären dicke Brocken, gegen die es die Sbornaja trotz des Heimvorteils sehr schwer haben dürfte. Es ist also gut möglich, dass die Fans nach einem möglichen Achtelfinaleinzug nur noch ein einziges Spiel zu sehen bekommen. Die aktuelle Formkurve der Russen gibt derzeit keinen Anlass zu übertriebenem Optimismus. Somit liegt die Vermutung nahe, dass spätestens im Achtelfinale Schluss ist. Wahrlich sehr früh für den Gastgeber einer Fußball-Weltmeisterschaft!

Die voraussichtliche Aufstellung Russlands bei der WM

Die WM in Russland soll für die Sbornaja bloß keine Blamage werden. Aus diesem Grund spielt man auch ein sehr eigenartiges, weil der Erfahrung nach zu offensives System – nämlich ein 3-5-2. Mit einem massiven Mittelfeld will man die Gegner dominieren, jedoch zeigte man sich hier in den Vorbereitungsspielen sehr anfällig. Die Ballkontrolle funktioniert nicht so, wie erwartet. Aus diesem Grund hat man auch schon auf ein 3-4-2-1 umgestellt – mit mäßigem Erfolg. Fakt ist: Russland wird bei WM wahrscheinlich wie folgt spielen:

Russland_wm_startformation

Der vorläufige WM Kader Russlands

Die beiden Spieler mit extrem viel Bundesliga_Erfahrung Neustädter und Rausch sind im erweiterten Kader zu finden. Und Cherchesov hat noch eine kleine Überraschung parat. Nämlich Ignashevich! Der 38 Jahre Innenverteidiger wurde für den vorläufigen Kader nominiert. Wohl auch, um mit seiner Erfahrung eine wichtige Stütze in der Vorbereitung zu sein.

Tor: Akinfeev, Lunev, Dzhanaev, Gabulov

Verteidigung: Semenov, Neustädter, Kutepov, Granat, Ignashevich, Kudryashov, Rausch, Fernandes, Smolnikov

Mittelfeld/Angriff: Dzagoev, Golovin, Zobnin, Kuzyaev, Gazinskiy, Miranchuk, Tashaev, Zhrikov, Miranchuk, Erokhin, Cheryshev, Samedov, Smolov, Dzyuba, Chalov

Welcher der Jungs schafft es, sich ein WM Ticket zu ergattern? Im eigenen Land vor den Fans aufzuspielen, dann noch auf ganz großer Bühne – das ist immer ein Highlight. Im Kader sind aus diesem Grund auch wirkliche Talente dabei, wie Chalov oder die Brüder Miranchuk. Wer holt sich einen Platz im endgültigen Kader der Russen?