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Schweden bei der WM2018 – Wetten und Details

Wenn man über die Nationalmannschaft Schwedens spricht, dann fällt zwangsläufig der Name Zlatan Ibrahimovic. Doch der Superstar, der mittlerweile bei LA Galaxy in der MLS angeheuert hat, hatte seine Karriere nach der EM 2016 beendet und wird nicht dabei sein – oder vielleicht doch noch?

In der WM Gruppe F gehen die Schweden gemeinsam mit Deutschland, Mexiko und
Südkorea an den Start und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale machen. In diesem Text erklären wir, warum die Chancen gar nicht einmal so schlecht sind. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf den Kader und seine Stars.

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Stockfoto-ID: 150211148 Copyright: katatonia82

Die Stars des schwedischen Teams

Kommt er? Oder kommt er nicht? Die Rede ist wieder einmal von Zlatan Ibrahimovic. Der Stürmer hatte seine Karriere in der Nationalmannschaft eigentlich nach der Europameisterschaft in Frankreich 2016 beendet. Dazwischen erlitt er während seiner Zeit bei Manchester United eine schwere Knieverletzung, nur um im ersten Drittel des Kalenderjahres 2018 mit einem Traumdebüt (drei Treffer in zwei Spielen) eine erste Duftmarke in der Major League Soccer (MLS) zu hinterlassen.

Zlatan wäre nicht Zlatan, wenn er sich inzwischen nicht selbst wieder ins Gespräch gebracht hätte, um das Trikot der „Blagult“ überzustreifen. Bei Ibrahimovic und dessen Ego weiß man allerdings nie, wie ernst er es meint. Wäre er für die schwedische Elf eine Verstärkung? Fakt ist, dass er über eine enorme Präsenz verfügt und Abwehrleute binden kann. Fakt ist aber auch, dass die schwedische Elf die Qualifikation ohne ihn in trockene Tücher gebracht hat.

Ein weiterer Spieler mit Star-Potenzial ist (noch) in der Bundesliga zu Hause: Emil Forsberg von RB Leipzig. Der Mittelfeldmann ist im schwedischen Spiel die absolute Schaltzentrale, stark bei Standards und strahlt auch sonst Torgefahr aus. Ob der 27-Jährige allerdings auch in der kommenden Saison bei den Sachsen spielt, ist fraglich.

Mit starken Auftritten bei der WM in Russland dürfte sich Forsberg selbst ins Schaufenster für andere Klubs stellen. Allein gemessen am aktuellen Marktwert gehört auch Innenverteidiger Victor Lindelöf zu den Stars der schwedischen Mannschaft. Der 23-Jährige gehört auch in die Kategorie der aufstrebenden Stars.

Lindelöf steht bei Manchester United unter Vertrag und ist derzeit etwa 25 Millionen Euro wert. In der WM-Quali kam er elfmal zum Einsatz und konnte einen Treffer erzielen. Unter anderem in den Playoffs gegen Italien hielt er mit seinen Abwehrkollegen den Laden gegen Italien dicht, so dass der Traum von der WM-Teilnahme realisiert werden konnte.

Ein weiterer Spieler fällt unter die Kategorie „Alt-Star“. Die Rede ist hierbei von Marcus Berg,
der einst beim Hamburger SV in der Bundesliga unter Vertrag stand. Inzwischen ist der 31-
Jährige beim Al-Ain FC in den Emiraten angekommen. Dass Berg aber noch nicht zum alten Eisen gehört, stellte er in der WM-Qualifikation unter Beweis. Er traf insgesamt achtmal, darunter ein Viererpack beim 8:0 gegen Luxemburg. Trainer Janne Andersson weiß also, was er am Routinier hat.

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Die Stärken der Schweden

Nur neun Gegentore in der WM-Qualifikation plus zwei Spiele komplett mit weißer Weste in
den Playoffs gegen Italien – es ist nicht schwer zu erraten, dass die Defensive der Schwede
durchaus gehobenen Ansprüchen genügt.

Andreas Granqvist (Krasnodar) und der bereits erwähnte Victor Lindelöf bilden die Innenverteidigung, während Ludwig Augustinsson (Werder Bremen) und Mikael Lustig (Celtic) die Außenseiten besetzen. Das Mittelfeld steht kompakt, Emil Forsberg ist allerdings immer für einen Geniestreich gut. Im Sturm hat Marcus Berg seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt, aber dahinter warten mit Ola Toivonen, John Guidetti oder aber auch Christoffer Nyman weitere Spieler auf ihre Chance.

Grundsätzlich stehen die Schweden sehr kompakt. Da sie über keinen echten Superstar vom Schlage eines Zlatan Ibrahimovic verfügen, verteilt sich die Last auf mehrere Schultern. Eine zentrale Rolle fällt im wahrsten Sinne des Wortes Emil Forsberg zu, der sowohl das Auge für den Mitspieler hat als auch über Vollstreckerqualitäten verfügt.

Und dann wäre da noch Marcus Berg, der das Toreschießen nicht verlernt hat. Die Schweden könnten aufgrund ihrer Kompaktheit eines der Teams sein, gegen die ziemlich „eklig“ zu spielen ist. Und so etwas möchte wahrlich kein Gegner gerne. Die Italiener werden dies ohne mit der Wimper zu zucken bestätigen.

Potenzielle Stars im schwedischen Kader

Einen potenziellen Star, der bereits über einen guten Marktwert verfügt, haben wir schon
genannt: Innenverteidiger Victor Lindelöf. Wenn man in den Playoffs gegen Italien in zwei
Spielen ohne Gegentor bleibt, hat man als Innenverteidiger durchaus etwa richtig gemacht.

Zum echten Star könnte auch Emil Forsberg aufsteigen, den wir ebenfalls in der Kategorie der Stars bereits beschrieben haben.

Die Chancen Schwedens in der WM Gruppe F

Der erste Platz in der Gruppe dürfte an das deutsche Team gehen. Dahinter ist jedoch alles
möglich. Sowohl die Schweden als auch die Mexikaner und Südkoreaner dürfen sich Hoffnungen auf den Sprung ins Achtelfinale machen. Allerdings sind die Südkoreaner der Außenseiter in dieser Riege.

Den Schweden ist durchaus etwas zuzutrauen. Kein Wunder, denn wer dafür sorgt, dass das stolze Italien erstmals seit 1958 wieder eine Fußball-WM verpasst, hat sicherlich einiges richtig gemacht.

Die WM beginnt für die Schweden am 18. Juni mit der Partie gegen Südkorea im Nishni-
Nowgorod-Stadion. Fünf Tage später geht es dann im Fisht-Stadion gegen im Top-Spiel der
Gruppe gegen die DFB-Elf, ehe es zum Abschluss am 27. Juni in der Jekaterinburg-Arena gegen
die Mexikaner geht. In dieser Partie steht unter Umständen der Achtelfinaleinzug auf dem Spiel.

Mit einem Sieg im ersten Spiel gegen Südkorea und im letzten Spiel gegen Mexiko hätten die Schweden gute Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals. Natürlich könnte ein Punktgewinn gegen das deutsche Team auch nicht schaden, jedoch sollte man in dieser Partie sicherheitshalber keine Zähler fest einplanen.

Schwedens Chancen im Turnier

Sollten die Schweden als Gruppenzweiter durchs Ziel gehen und somit das Achtelfinale
erreichen, dann droht in der Runde der letzten 16 das Top Team aus Brasilien aus der Gruppe E.

Sollten die Brasilianer aber nur Zweiter werden, könnten die Schweiz, Costa Rica oder Serbien warten – ebenfalls keine Laufkundschaft. Es bleibt abzuwarten, ob den Schweden ein ähnlicher „Run“ wie bei der WM von 1994 gelingt, als man mit dem dritten Platz abschloss. Zunächst einmal geht es aber darum, das Achtelfinale zu erreichen. Dies ist angesichts der Konkurrenz aus Deutschland, Mexiko und Südkorea nämlich ebenfalls kein Selbstläufer.