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Schweiz bei der WM2018 – Wetten und Details

Die Nationalmannschaft der Schweiz, die „Nati“, musste ein wenig nachsitzen, um die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland unter Dach und Fach zu bringen. In den Playoffs mussten die Eidgenossen gegen Nordirland ran. Der Nati reichte ein 1:0 im Hinspiel sowie ein torloses Remis im Rückspiel, um das Ticket nach Russland zu lösen.

Dort wird sie in der sehr schweren WM Gruppe E an den Start gehen, wo sich auch noch Brasilien, Serbien und Costa Rica um die Plätze für den Achtelfinaleinzug streiten. Im folgenden Text wagen wir nicht nur einen Ausblick auf Gruppenphase und Turnier, sondern schauen auch, über welche Stärken, Stars und Sternchen die Eidgenossen in ihrem Kader verfügen.

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1.Gruppe
8,00
7,00
7,50
Top3
28,00
20,00
Weltmeister
101,00
90,00
101,00

Die Stars der Schweiz

Einer der Stars spielt in der Abwehr und dort auf der rechten Seite: Die Rede ist von Stephan Lichtsteiner, der auch in der Serie A bei Juventus Turin sehr angesehen ist. Für den 34-jährigen könnte es das letzte große Turnier mit der Nationalmannschaft werden. Bereits seit knapp sieben Jahren spielt der Routinier bei der „Alten Dame“ in Italien.

Ebenfalls ein Star des Teams spielt auf der anderen Seite der Abwehr und war einst in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg aktiv: Ricardo Rodriguez. Inzwischen ist der Mann, der auch zu den Spezialisten für Standards gehört, beim AC Mailand in der Serie A unter Vertrag.

Im Mittelfeld zählt auf jeden Fall Granit Xhaka zu den Stars. Xhaka spielte in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach, ehe es ihn zu Arsenal London verschlug. Im Mittelfeld fühlt sich auch ein ehemaliger Spieler des FC Bayern München sehr wohl: Mickey Maus Kraftpaket Xherdan Shaqiri. Er spielt aktuell in der Premier League bei Stoke City – noch. Denn Stoke gehört zu den Kellerkindern der Liga. Ein Vereinswechsel ist gut vorstellbar, die WM die ideale Bühne.

Die Stärken des schweizerischen Teams

Eine der größten Stärken der Nati liegt auf der Torhüterposition. Als Nummer eins wird aller Voraussicht nach Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach ins Turnier gehen. Fun Fact: Die voraussichtlichen Keeper Nummer zwei und drei spielen ebenfalls in der Bundesliga. Roman Bürki, die designierte Nummer zwei, hütet das Tor bei Borussia Dortmund, während Marwin Hitz beim FC Augsburg den Kasten hütet.

Alle drei Torhüter sind in ihren Klubs die Nummer eins, wobei Bürki ein Jahr mit Höhen und Tiefen erlebte – sowohl individuell als auch mit dem gesamten Team. Dennoch kann ein Großteil der WM-Teilnehmer durchaus neidisch auf die Torhüterposition schauen. Lediglich Deutschland und Belgien bewegen sich qualitativ ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau.

Abgesehen von der Torhüterposition lohnt es sich aber auch, einen Blick auf den Sturm zu werfen. Dort ist mit Breel Embolo ein Juwel zu finden, auf das wir später noch einmal genauer eingehen werden. Haris Seferovic weiß ebenfalls, wo das Tor steht, wenngleich er seit seinem Wechsel von der Frankfurter Eintracht zu Benfica Lissabon ein wenig abreißen lassen musste.

Das Mittelfeld besteht aus Arbeitern und filigranen Technikern, während die Abwehr grundsolide daherkommt. Allerdings ist der eine oder andere Spieler bereits ein wenig in die Jahre gekommen (Johan Djourou, Stephan Lichtsteiner).

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Stockfoto-ID: 96526079 Copyright: sportsphotographer.eu

Die potenziellen Stars der Schweiz

Der Name Breel Embolo fiel bereits im vorangegangenen Abschnitt. Der Stürmer des FC Schalke 04 brauchte mehr als ein Jahr, um sich nach einer komplizierten Knöchelverletzung wieder in die Mannschaft zu spielen. Unter Trainer Domenico Tedesco behutsam aufgebaut, ist Embolo auf dem besten Wege, wieder zu gewohnter Stärke zurückzufinden – auch, wenn ihn ein Muskelfaserriss zuletzt wieder ein wenig ausbremste.

Sollte der gerade einmal 21-Jährige jedoch wieder fit sein und auch bleiben, dann könnte er im Team von Vladimir Petkovic der so genannte „Go to Guy“ werden, um den sich vieles drehen wird. Seine Tore werden die Eidgenossen vermutlich auch brauchen, wenn sie in dieser Gruppe bestehen und ins Achtelfinale einziehen wollen.

Ebenfalls erst 21 Jahre alt ist Mittelfeldspieler Denis Zakaria. Der Hüne steht in Diensten von Borussia Mönchengladbach und kommt in der bisherigen Saison auf über 30 Pflichtspiele für die Fohlen. In der Nati verfügt er mit Granit Xhaka und dem routinierten Valon Behrami aber über starke Konkurrenz.

Ein Spieler, der bereits in einem der vorherigen Abschnitte genannt wurde, ist Xherdan Shaqiri. Shakiri ist ein Spieler, der die WM nutzen könnte, um sich für einen möglichen neuen Arbeitgeber interessant zu machen.

Die Chancen der Schweiz in der WM Gruppe E

Der Einzug ins Achtelfinale wird für die Eidgenossen keinesfalls ein Selbstläufer. Beispielsweise befindet sich mit den Brasilianern ein echtes Top Team in der Gruppe E. Im Normalfall ist davon auszugehen, dass sich die Selecao den ersten Tabellenplatz holen wird. Dahinter wird es aber eng, denn sowohl die Schweiz als auch Serbien und Costa Rica melden Ansprüche auf den zweiten Tabellenplatz an. Einen krassen Außenseiter gibt es also nicht.

Am ersten Spieltag geht es für die Schweiz am 17. Juni in der Rostow-Arena gegen Brasilien. Mindestens ein Punkt wäre ideal, um die Konkurrenz schon einmal unter Druck zu setzen. Die nächsten beiden Spiele könnten dann sogleich Endspielcharakter besitzen. Am 22. Juni geht es im Kaliningrad-Stadion gegen Serbien, fünf Tage später kommt es im Nishni-Nowgorod-Stadion zum Showdown mit den „Ticos“ aus Costa Rica. Möglicherweise fällt die Entscheidung über den Achtelfinaleinzug erst am letzten Spieltag.

Die Chancen der Schweiz im Turnier

Sollte die Schweiz ins Achtelfinale einziehen, könnte es dort zum Nachbarschaftsduell mit Deutschland kommen. Schließt die Schweiz als Gruppenzweiter ab und gewinnt die DFB-Elf ihre Gruppe, wäre dieses Aufeinandertreffen besiegelt. Als weitere Gegner in einem möglichen Achtelfinale könnten neben Deutschland auch Mexiko, Südkorea oder die Schweden warten. In der Gruppe F scheint neben dem ersten Rang ebenfalls alles möglich zu sein.

Die Nati ist bei der letzten Weltmeisterschaft in Brasilien eher unglücklich gegen Argentinien aus dem Wettbewerb geflogen. Wenn sie das Achtelfinale erreichen und es dort nicht gleich mit dem deutschen Team zu tun bekommen, ist sogar das Viertelfinale drin. Für den ganz großen Wurf dürfte es aber nicht reichen.

Voraussichtliche Startformation der Schweiz bei der WM

Die Schweiz will Kontern! Das Spiel machen, wie es so schön heißt, liegt den Schweizern trotz spielern wie Xhaqiri und Co eher nicht. Das System ähnelt einem 4-2-3-1, bei welchem der Stoßstürmer häufig sehr auf sich alleine gestellt ist. Schnelle Außenspieler sind Antreiber und wichtigste Anspielstation, da die Doppel-Sechs (wahrscheinlich Behrami und Xhaka) spielerisch keine echten Akzente setzen kann. Tendenziell kann das System auch auf ein sehr aggressives 4-3-3 umgestellt werden. Wahrscheinlich tritt die Schweiz mit folgender Aufstellung bei der WM an:

Schweiz_wm_startformation

Der vorläufige WM Kader der Schweiz

Vladimir Petkovic wollte eigentlich zwischen den Bundesliga-Keepern Sommer, Bürki und Hitz einen krassen Dreikampf entfachen. Doch Hitz sagte kurzerhand ab! Sein Wechsel zum BVB scheint ihm wichtiger, denn er will früher in die Vorbereitung beim neuen Arbeitgeber einsteigen. Welche Überraschung gab es bei der Benennung des Kaders?

Tor: Sommer, Bürki, Mvogo, Kobel

Verteidigung: Akanji, Klose, Schär, Djourou, Rodríguez, Moubandje, Elvedi, Widmer, Mbabu, Lang, Lichtsteiner

Mittelfeld/Verteidigung: Xhaka, Zakaria, Zuffi, Frei, Behrami, Fernandes, Freuler, Fernandes, Sow, Dzemaili, Zuber, Shaqiri, Mehmedi, Embolo, Oberlin, Seferovic, Derdiyok, Ajeti, Gavranovic, Drmic

Das Problem der Schweizer seit jeher: Der Sturm. Hier ist man unterbesetzt, zumindest qualitativ. Die Jahre der Leistungsförderung des Nachwuchses brachten zwar Embolo hervor, aber der kickt eher auf den Außen. Also bleibt es wie es ist: Im Sturmzentrum fehlt auch im erweiterten Kader ein echter, leibhaftiger Neuner!