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Spanien bei der WM2018 – Wetten und Details

Wie viele Körner hat das Team von Spanien noch übrig? Der Weltmeister von 2010 ist nicht mehr die große Dominanz früherer Jahre, als man noch das Maß aller Dinge war. Dennoch sollte man die „Furia Roja“ bei großen Turnieren stets auf der Rechnung haben. Dass sie das Achtelfinale erreichen wird, ist angesichts der Gruppenkonstellation absolute Pflicht.

Spanien bekommt es mit Portugal, dem Iran und Marokko zu tun. Mindestens Platz zwei in der Gruppe sollte also drin sein. Wie sind die Spanier bei dieser WM aufgestellt? Welche Top Stars sind noch im Kader? Im folgenden Text beantworten wir diese Fragen und wagen zudem einen Ausblick auf die Gruppenphase und auf den weiteren Verlauf des Turniers aus spanischer Sicht.

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Stockfoto-ID: 222532513 Copyright: BOLDG

Die Stars der Spanier

Das Team der Spanier ist von vorne bis hinten mit einer Reihe von Stars gesegnet. Im Tor steht mit David de Gea der legitime Nachfolger des großen Iker Casillas. Der mittlerweile 27-Jährige ist Stammkeeper von Manchester United und gibt der Abwehr Stabilität. Es gibt nicht wenige, für die de Gea zu den weltbesten Torhütern gehört.

In der Abwehr sind ebenfalls Stars, die sich bereits ihre Meriten verdient haben. Natürlich kommen da sofort Sergio Ramos und Gerard Piqué in den Sinn. Die beiden sind als Duo in der Innenverteidigung noch immer unverzichtbar. Interessant ist dabei, dass Ramos bei Real und Piqué bei Barca jeweils Ikonen sind.

In der Nationalmannschaft harmonieren sie aber prächtig – trotz des eher wenig freundschaftlichen Verhältnisses der beiden Clubs auf Ligaebene. Ebenfalls zu den Stars im Team gehört Jordi Alba von Barca. Daniel Carvajal (früher Leverkusen, jetzt Real) ist auf dem besten Wege, in das Star-Ensemble vorzustoßen.

Das Mittelfeld lässt jeden Fußball-Fan mit der Zunge schnalzen. Zu den Stars gehören der filigrane Andres Iniesta, Sergio Busquets, Cesc Fabregas oder Thiago Alcantara. Allerdings ist bei Letzterem nach einer Syndesmose-Verletzung, die er sich bei den Bayern zuzog nicht klar, ob er bis zum Turnierstart im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird.

Natürlich ist auch der Sturm der Spanier mit Stars gespickt. Die Namen von Marco Asensio, Alvaro Morata, Diego Costa oder aber auch David Silva und Gerard Deulofeu lassen die Herzen eines jeden Fußball-Fans höherschlagen. Die Konkurrenz ist in allen Bereichen der spanischen Nationalmannschaft sehr groß.

Die Stärken des spanischen Teams

Ein Blick auf den Kader der Spanier verrät, dass er in allen Teilen erstklassig und ausgewogen besetzt ist. Genau das ist die größte Stärke der Spanier. Auf den ersten Blick sind keinerlei Schwächen erkennbar. De Gea ist ein Torwart von Weltklasseformat.

Die Innenverteidigung ist mit Ramos und Piqué top besetzt – und das, obwohl beide bereits ein wenig in die Jahre gekommen sind. Sollten die beiden allerdings gesperrt oder verletzt sein, dann stehen mit Nacho Fernandez und César Azpilicueta ebenfalls sehr gute Leute als Ersatz bereit. Im Mittelfeld hat Trainer Julen Lopetegui ebenso die Qual der Wahl wie im Sturm.

Das bedeutet für die anderen Teams nichts Gutes: Denn egal, welche Elf der Trainer aufbietet: Es ist immer eine Ansammlung von Stars dabei. Kleiner Fun Fact am Rande: Torhüter Kepa Arrizabalaga von Athletic Bilbao, der ebenfalls den Sprung in den Kader schaffen könnte, spielte unter dem aktuellen Trainer bereits in einigen spanischen U-Nationalmannschaften.

Die Ausgeglichenheit ist nicht nur eine Stärke, sondern könnte sich auch als echtes Pulverfass entpuppen. Natürlich möchte jeder Akteur auf seine Einsatzminuten kommen. Aber bei einer solchen Ansammlung von Superstars bleibt es nun einmal nicht aus, dass der eine oder andere Spieler auf der harten Ersatzbank wird Platz nehmen müssen. Trainer Julen Lopetegui muss also das Kunststück vollbringen, alle Spieler irgendwie bei Laune zu halten.

Die potenziellen Stars des spanischen Kaders

Wo soll man bei dieser Ansammlung von jungen Spielern anfangen? David de Gea im Tor ist inzwischen nicht nur ein potenzieller Star, sondern bereits zu einem der besten Torhüter der Welt gereift. Dabei ist er mit seinen 27 Jahren für einen Keeper noch recht jung.

Nichtsdestotrotz gibt es auch Spieler, die zum ersten Mal auf der ganz großen Bühne stehen werden. Dazu zählen beispielsweise Marco Asensio und Isco (beide Real Madrid). Während Asensio mit seinen gerade einmal 22 Jahren noch zu den absoluten Jungspunden gehört, zählt Isco dagegen mit 26 Jahren schon zu den erfahrenen Akteuren.

Umso erstaunlicher, dass es auch für ihn das erste große Turnier ist, nachdem er von Vicente Del Bosque bei der EM 2016 nicht nominiert wurde. Bei Asensio lohnt es sich übrigens, genau auf den linken Fuß zu achten, mit dem er schon den einen oder anderen Torhüter alt aussehen ließ.

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Die Chancen Spaniens in der WM Gruppe B

In dieser Gruppe ist der Einzug ins Achtelfinale für die Furia Roja absolute Pflicht. Vermutlich werden sich die Spanier mit Cristiano Ronaldo und Co. um den Platz an der Sonne in der Gruppe B streiten. Marokko und vor allem der Iran erscheinen nicht stark genug, um Portugal und Spanien auch nur ansatzweise gefährlich werden zu können. Die spannende Frage wird sein, welches der beiden Top Teams am Ende der Gruppenphase die Nase vorn haben wird. Fakt ist, dass beide Mannschaften mit absoluten Hochkarätern besetzt sind.

Portugal und Spanien treffen am 15. Juni im Fisht-Stadion gleich im ersten Gruppenspiel aufeinander. Einen Sieger vorherzusagen, ist natürlich schwer. Vermutlich wird die Tagesform entscheiden, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen wird. In Bezug auf einen möglichen Gruppensieg ist dies womöglich für beide schon die entscheidende Partie.

Der Grund: Es ist nicht unbedingt damit zu rechnen, dass Portugal und Spanien gegen Marokko und den Iran Federn lassen werden. Das zweite Gruppenspiel der Spanier findet am 20. Juni gegen den Iran statt (Kasan-Arena), den Abschluss bildet das Spiel gegen Marokko im Kaliningrad-Stadion fünf Tage später.

Die Chancen der spanischen Nationalmannschaft im Turnier

Eine der entscheidenden Fragen wird sein, ob vor allem die Routiniers der Spanier noch den nötigen Biss haben, um ihren beeindruckenden Lebensläufen noch ein großes Kapital hinzuzufügen. Für Ramos, Iniesta oder Piqué dürfte es wahrscheinlich das letzte große Turnier werden. Hauen die Genannten dafür noch einmal alles raus, ehe die jüngere Generation nachrückt? Haben sie überhaupt noch das Zeug dazu? Das Turnier in Russland wird es zeigen.

Zudem lohnt sich ein Blick in die Gruppe A. Dort würden mit Russland, Uruguay, Saudi-Arabien oder Ägypten durchaus machbare Aufgaben im wahrscheinlichen Achtelfinale warten. Im Viertelfinale könnten dann allerdings bereits Kracher wie Frankreich oder Argentinien die Messer wetzen. Es bleibt abzuwarten, wie gut die spanische Mannschaft durchs Turnier kommt.

Eine Frage, die viele Fußball-Fans ebenfalls interessiert: Zählt Spanien eigentlich noch zu den großen Titelfavoriten? Die korrekte Antwort wäre: „Jein!“ Wie wir beschrieben haben, ist Spanien durchaus noch mit einer großen Anzahl an Stars und aufstrebenden Jungspunden am Ball – aber die Dominanz der Jahre zwischen 2008 und 2012 ist definitiv vorbei. Was aber nicht bedeutet, dass die Spanier nicht trotzdem noch einmal „einen raushauen“ können. Talent und Können sind dafür definitiv vorhanden!

Voraussichtliche Startformation Spaniens bei der WM

Während Iniesta bei Barca seinen Abschied bekanntgegeben hat, ist er in der spanischen Elf dieses Jahr noch ein letztes Mal Dreh- und Angelpunkt. Spanien agiert mit einem 4-3-3, welches je nach Gegnerstärke auf ein kontrollierteres 4-2-3-1 geändert werden kann. Costa wird, soweit er einen Startplatz erhält, dann als einzige echte Sturmspitze agieren. Wie sich Spanien bei der WM wahrscheinlich präsentieren wird, zeigt folgende Darstellung:

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